Barcelonas Schachbrett-Look wird verspottet

Der spanische Meister spielt neu in karierten Trikots und bricht mit der eigenen Tradition.

Kheira Hamraoui und Gerard Piqué präsentieren das neue Trikot des FC Barcelona.

Kheira Hamraoui und Gerard Piqué präsentieren das neue Trikot des FC Barcelona.

(Bild: Keystone)

Normalerweise ist es kaum eine Zeile wert, stellt der FC Barcelona die Trikots für die nächste Saison vor. Jahr für Jahr sehen sie sich ähnlich: rote und blaue Streifen, vertikal aneinandergereiht.

Nicht aber diesen Sommer. Der aktuelle spanische Meister hat mit seiner eigenen Tradition gebrochen und wird nächste Saison in karierten Trikots auflaufen anstatt in Längsstreifen. Es ist das erste Mal in der 120-jährigen Vereinsgeschichte.

Bereits früher aber haben die Katalanen mit einer Änderung überrascht und die Traditionalisten unter den Fans vor den Kopf gestossen. 2015/16 spielte die «Blaugrana» in roten und blauen Querstreifen – die bis jetzt grösste Trikotrevolution der Katalanen. Ab der Saison 2013 nahm der Club erstmals Geld mit Trikotwerbung ein, er schloss einen Vertrag mit Qatar Sports Investments ab.

Und nun also die Quadrate anstatt Streifen. Offiziell ist der Grund für den Paradigmenwechsel ein harmloser. Die Quadrate sollen für die schachbrettartige Struktur und quadratischen Häuserblöcke des Eixample-Quartiers in Barcelona stehen.

Der bisher bekannteste Träger des Schachbrett-Designs ist die kroatische Nationalmannschaft. Via Twitter reagierten die Kroaten prompt auf den neuen Stil von Barcelona. «Netter Versuch, aber ihr könnt unser rot-weisses Muster nicht toppen.»

Auch sonst stiess der neue Look vor allem auf Spott.

Der Wirbel um Barcelonas Trikot erinnert an den des italienischen Meister Juventus Turin. Der Club wechselte im Januar 2017 das Logo und tauscht nun die schwarz-weissen Streifen auf dem Trikot aus. Neu unterteilt eine rosarote Linie das Trikot in eine schwarze und in eine weisse Hälfte. Auch hier war der Aufschrei unter den Fans beträchtlich.

va

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