Aus der Werkstatt in den Weihnachtsstress

Fussball

Nach der Länderspielpause empfängt YB heute den FC Lugano. Es ist der Auftakt zu einem strengen Schlussprogramm.

Gerardo Seoane.

Gerardo Seoane.

(Bild: chp)

Gerardo Seoane lächelt, gleich kann er einen seiner Lieblingssätze loswerden. Die Frage war, ob er es in Betracht ziehe, die Leistungsträger Steve von Bergen und Kevin Mbabu, die bei einer Gelben Karte gegen Lugano in Basel gesperrt wären, draussen zu belassen. Der YB-Trainer lehnt sich im Stuhl am kleinen Tisch in den Katakomben des Stade de Suisse leicht nach hinten und sagt: «Das nächste Spiel ist immer das wichtigste.» Er findet, er würde das falsche Zeichen aussenden, einen Spieler wegen drohender Sperre nicht einzusetzen.

Es ist Donnerstagmittag, das zweitletzte Training vor dem heutigen Heimspiel ist soeben zu Ende gegangen. Erstmals konnte Seoane wieder mit sämtlichen fitten Spielern trainieren, als Letzter ist Roger Assalé am Mittwoch aus der Elfenbeinküste zurückgekehrt. Der Club entschied sich trotz engem Zeitplan, jedem der acht Nationalspieler zwei freie Tage zu gewähren. Assalé nutzte sie, seine Familie zu besuchen, die in der Elfenbeinküste lebt. Es sei wichtig, dass auch die Nationalspieler den Kopf lüften könnten, sagt Seoane. «Die körperliche Verfassung stimmt, die Spieler sind fit.»

Nach happigem Programm mit 23 Partien seit Saisonstart hatte der 40-Jährige nach dem 3:2-Sieg vor zwei Wochen in St. Gallen vorab mentale Müdigkeit festgestellt. «Wir zeigten einen enormen Willen. Aber die geistige Frische fehlte», sagt er. Dies führe dazu, dass die Spieler weniger kreativ seien, weniger handlungsschnell.

In der ersten Woche der Länderspielpause stand deshalb die Regeneration im Vordergrund, der Fokus wurde auf die individuelle Entwicklung gelegt. Seoane spricht von verschiedenen Ateliers. Gearbeitet wurde in kleinen positionsabhängigen Gruppen. «Es ist gut, blieb mal Zeit, zwei, drei Tage nacheinander an etwas zu arbeiten», sagt der Innerschweizer.

Diese bleibt nun nicht mehr, es geht Schlag auf Schlag in Richtung Weihnachten und Winterpause. Auf die heutige Partie gegen Lugano folgt am Dienstag der Auftritt bei Manchester United, ehe die Young Boys übernächsten Sonntag in Basel gastieren werden. Die Vorrunde wird dann mit den Partien gegen Thun, Juventus Turin und Xamax beschlossen. (dwu)

So könnte YB spielen: Von Ballmoos; Mbabu, von Bergen, Lauper, Benito; Ngamaleu (Fassnacht), Sanogo, Sow, Sulejmani; Assalé, Hoarau (Nsame). – Ohne Lotomba und Wüthrich (verletzt).

dwu/PD

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