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Auf den Notruf folgt die Lizenz

Alle zehn Super-League-Klubs haben die Lizenz für die nächste Saison in erster Instanz erhalten. Für Thuns Präsident Markus Lüthi ist der Entscheid Bestätigung, richtig gehandelt zu haben.

Ein erleichterter Markus Lüthi (rechts, mit Sportchef Andres Gerber).
Ein erleichterter Markus Lüthi (rechts, mit Sportchef Andres Gerber).
Patric Spahni

Ein halbes Jahr ist es her, da kämpfte der FC Thun ums Überleben, er griff zum letzten Mittel und rief zum Spenden auf. Am Montag nun erhielten die Oberländer die Lizenz in erster Instanz. Wie ist es dazu gekommen?

In den letzten sechs Monaten hat der Klub über 1,5 Millionen Franken gesammelt, die Stadt Thun sprach ein Darlehen von 500'000 Franken. Zudem kann der FCT durch den neuen Fernsehvertrag und eigene Stadionvermarktung ab nächster Saison substanzielle Mehreinnahmen budgetieren.

Präsident Markus Lüthi ist denn auch nicht überrascht vom Bescheid der Swiss Football League, zumal der FCT und die Liga in ständigem Austausch standen. «Dennoch bin ich froh darüber», sagt Lüthi und findet, dass der Beschluss zeige, dass der Spendenaufruf Anfang November der richtige Entscheid gewesen sei.

YB-Cupschreck gibt auf

Nebst allen zehn Super-League-Klubs haben auch die Aufstiegsaspiranten FC Zürich und Xamax die Lizenz für die höchste Liga erhalten. Eher überraschend bekam der FC Wil die Spielberech­tigung für die Challenge League. Den Ostschweizern waren erst vor vier Tagen drei Punkte wegen Unregelmässigkeiten bei der Auszahlung der Januarlöhne abgezogen worden. Nun bewertete die Lizenzkommission die aktuelle finanzielle Situation im FC Wil sowie die Finanzierung der kommenden Saison als solide und glaubwürdig.

Nochmals über die Bücher gehen müssen dagegen die Chal­lenge-League-Klubs Chiasso, Le Mont und Wohlen. Der YB-Cupschreck Le Mont allerdings kündigte in einer ersten Reaktion an, auf einen Rekurs zu verzichten. «Ich bin es müde, zu kämpfen», sagte Präsident Serge Duperret gegenüber dem Onlineportal der Westschweizer Zeitung «Le Matin». Der Klub wolle einen Neuanfang in der 2. Liga interregional, sagte Duperret.

(SDA)

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