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Attraktives Cuplos und Trainerärger

YB trifft im Schweizer Cup in den Achtelfinals auswärts auf das in dieser Saison ebenfalls überzeugende Xamax. YB-Trainer Vladimir Petkovic ist derweil nicht erfreut über die regelmässigen Pausen in der Super League.

Zwei Super-League-Aushängeschilder: Leader YB (links Torhüter Marco Wölfli) bekommt es im Cup-Achtelfinal auswärts mit dem Zweiten Xamax (Stürmer Ideye Brown) zu tun.
Zwei Super-League-Aushängeschilder: Leader YB (links Torhüter Marco Wölfli) bekommt es im Cup-Achtelfinal auswärts mit dem Zweiten Xamax (Stürmer Ideye Brown) zu tun.
Reuters

Ottmar Hitzfeld, der seine vielen Erfolge als Trainer eher mit sachlicher, realistischer Spielweise erreicht hat, sorgt für Spektakel im Schweizer Cup. Am Montag nahm der Nationaltrainer die Auslosung der Achtelfinals vor und bewies einmal mehr ein glückliches Händchen – zumindest für die Fans. Hitzfeld sorgte für die zwei wohl attraktivsten Partien, die im Schweizer Klubfussball derzeit möglich sind. Einerseits treffen die in der Super League bisher eher enttäuschenden Branchenriesen Basel und Meister Zürich aufeinander. Und andererseits fordert der Zweite Xamax den Leader YB. «Das ist natürlich nicht unbedingt ein Wunschlos im Achtelfinal», sagt Vladimir Petkovic. Aber der YB-Trainer sagt: «Wenn man Cupsieger werden will, muss man auch starke Gegner bezwingen.» Und vor allem sieht er durchaus auch Vorteile in der Auslosung: «Wenn wir die Viertelfinals erreichen, werden schon einige gute Teams ausgeschieden sein.» Mindestens vier unterklassige Vereine werden in den Viertelfinals sicher noch dabei sein.

Xamax als Stolperstein

YB bietet sich im Duell der beiden auf Kunstrasen spielenden Vereine im November die Gelegenheit, die Bilanz auswärts gegen Xamax zu verbessern. Letzte Saison setzten sich die Young Boys in zwei unterhaltsamen Spielen in Neuenburg zwar zweimal 3:2 durch, aber in dieser Saison verloren die Berner auf der Maladière deutlich 0:3. Es war die einzige Niederlage in bisher 12 Partien. «Jetzt haben wir früher als erwartet die Chance, es in Neuenburg besser zu machen», sagt Petkovic. YB und Xamax sind derzeit nicht nur die erfolgreichsten Teams der Liga, sie bieten auch den besten Fussball.

Nicht vergessen hat man in Bern auch die vorletzte Saison, als YB noch unter Trainer Martin Andermatt die Meisterschaft im Zweikampf gegen Basel unter anderem auch nicht gewann, weil Xamax in Neuenburg gegen YB zweimal 3:1 siegte – und es kurz vor Saisonende im ausverkauften Stade de Suisse eine für YB weitere, äusserst schmerzhafte 1:3-Niederlage absetzte. Zudem gewann Xamax damals den Cup-Viertelfinal gegen YB auf der Maladière nach Verlängerung 3:2.

Vladimir Petkovic freut sich vorerst, dass es am Samstag bei GC endlich in der Super League weitergeht. «Wir haben vor der Winterpause dreimal eine dreiwöchige Ligapause, das ist sehr mühsam», sagt der YB-Trainer. «Man kann keinen Spielrhythmus aufbauen. Und sobald man einige Partien bestritten hat, kommt schon die nächste Pause in der Meisterschaft.»

Petkovic und der Vertrag

Immerhin sind bei YB bald alle Spieler einsatzbereit, einzig Mario Raimondi befindet sich nach wie vor im Aufbautraining. «Er fehlt schon über drei Monate», sagt Petkovic. «Ich hoffe, dass er nach der nächsten Pause für die zwei letzten Heimspiele gegen Basel und Xamax wieder dabei sein kann.» Der kräftige Stürmer Matar Coly soll derweil wie Thierry Doubai nach längerer Verletzungspause Schritt für Schritt ans Team herangeführt werden. «Coly braucht noch einige Wochen. Und auch Doubai ist nach 17 Monaten Verletzungspause verständlicherweise noch nicht in Bestform», sagt Petkovic. Am Sonntag, beim 3:1-Cupsieg in Yverdon, durfte Doubai die erste Halbzeit bestreiten, wurde aber zur Pause durch Xavier Hochstrasser ersetzt. «Coly und Doubai wird es sehr gut tun, wenn sie im Januar eine gesamte Vorbereitung bestreiten können», sagt Petkovic, dessen Vertrag bei YB ja Ende Saison ausläuft. «Ich fühle mich sehr wohl in Bern, die Arbeit macht enorm Spass und ist auch noch lange nicht zu Ende», sagt Petkovic. «Ich möchte sicher irgendwann im Ausland in einer grossen Liga arbeiten, aber ich bin immer noch ein junger Trainer. Und zuerst will ich einige Titel in der Schweiz gewinnen.» So wie es der spätere Trainersuperstar und heutige Losvirtuose Ottmar Hitzfeld (bei Aarau und GC) einst ebenfalls gemacht hat.

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