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Andres Gerber: «Wieder im nationalen Fokus»

Sportchef Andres Gerber spricht im Interview über Thuns Cuperfolg gegen Sion und die Achtelfinalpaarung gegen Winterthur.

Nach dem Sieg gegen Sion haben Sie sich für den Cup-Achtel-final ein Heimspiel gegen YB erhofft. Wie haben Sie auf die Nachricht vom Auswärtsspiel in Winterthur reagiert? Andres Gerber: Leider kann man sich den Gegner nicht aussuchen. Ein Heimspiel gegen YB, Basel oder Luzern wäre für uns sportlich attraktiv und finanziell lukrativ gewesen. Immerhin erhielten wir eine lösbare Aufgabe. Wir wollen Revanche nehmen für das 1:2 vor zwei Wochen in der Meisterschaft.

Wie wurde der Coup gegen Sion gefeiert? Ich habe den Erfolg mit einem Raclette genossen. Trainer Murat Yakin hat mit Familie und Freunden gefeiert. Was die Spieler unternahmen, weiss ich nicht genau. Alle hatten sich die Feier aber verdient. Es lief perfekt für uns. Wir konnten ein schönes Signal aussenden und stehen wieder im nationalen Fokus.

Der Job von Sion-Trainer Didier Tholot wackelt nach der Niederlage in Thun. Befürchten Sie, auch Thun muss bald auf Trainersuche gehen, weil Murat Yakin das Interesse anderer Klubs geweckt hat? Mit seinem Namen und den Leistungen des Teams in den ersten zehn Meisterschaftsspielen ist das sicher längst geschehen. Trotzdem habe ich keine Angst, dass Yakin uns bald verlässt. Letzte Woche hat er im Gespräch mit den Fans gesagt, er wolle seinen Zweijahresvertrag erfüllen. Auch weil er ja noch an der Uefa-Pro-Trainerlizenz arbeitet. Yakin weiss, er muss nichts überstürzen. In Thun kann er sich hervorragende Referenzen erarbeiten. Und wir profitieren von seinem Sachverstand. Es ist eine optimale Konstellation.

Auf sich aufmerksam gemacht hat auch der Thuner Topskorer Pape Omar Faye. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Kann es sein, dass er Thun im Winter verlässt? Bis jetzt liegen für ihn keine Angebote vor. Gerüchte habe ich aber schon vernommen. Jeder Spieler, der so oft trifft, wird bei anderen Klubs zum Thema. Faye fühlt sich aber wohl in Thun. Mit Rang zwei in der Challenge League stimmt auch für ihn die Perspektive.

Wird das Kader in der Winterpause verstärkt, um den Aufstieg zu schaffen? Der Verwaltungsrat, der Trainer und ich treffen uns in den nächsten Wochen zu Gesprächen. Ob wir auf die Rückrunde den Aufstieg forcieren wollen, ist eines der Themen. Die Euphorie wird grösser, das Kribbeln wird stärker. Das war nach dem Sieg gegen Sion deutlich zu spüren. Fans und Sponsoren warten mit Spannung die weitere Entwicklung der Mannschaft ab. Den Aufstieg zu blockieren wäre daher schade. Aber es ist erst ein Drittel der Saison gespielt, und die Rückkehr in die Super League zu schaffen, wird nicht einfach. Selber unter Druck setzen wollen wir uns nicht.

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