Adi Hütter: «Österreichs Ziel ist der Achtelfinal»

Der österreichische YB-Trainer Adi Hütter über die Ausgangslage der Nationalmannschaft seiner Heimat.

Stabilität, Vertrauen, Konsequenz: Für Adi Hütter die Zutaten zum österreichischen Erfolgsrezept.

Stabilität, Vertrauen, Konsequenz: Für Adi Hütter die Zutaten zum österreichischen Erfolgsrezept.

(Bild: Keystone)

Die Euphorie in Österreich ist riesig. Zuletzt sind bis zu 50'000 Zuschauer zu den Testspielen gekommen. Das freut mich enorm und macht mich stolz, weil wir ja eigentlich keine Fussballnation sind. Einen grossen Anteil an dieser positiven Stimmungslage hat Trainer Marcel Koller, den ich aus meiner Zeit bei Red Bull Salzburg kenne und schätze.

Koller ist ein irrsinniger Sympathie­träger geworden. Er ist ständig unterwegs, Woche für Woche sieht man ihn in einem Stadion. Das registriert die Öffentlichkeit, den Erfolg des Nationalteams verbindet sie vor allem mit seinem Namen.

Marcel Koller hat mittlerweile einen sehr grossen Stellenwert in Österreich. Erreicht hat er das mit Stabilität, Vertrauen, Konsequenz. Er hat seine Formation gefunden, wechselt nicht ständig. Jeder Spieler weiss, was zu tun ist. Und jeder kommt gerne zum Nationalteam, freut sich auf die Zusammenzüge. Das war zu meinen Zeiten, als ich Team­spieler war, nicht immer so.

Wir haben eine gute Generation. David Alaba ist das Aushängeschild. Er ist bei Bayern München seit Jahren Stammspieler, egal, wer gerade Trainer ist. Eine ganz grosse Nummer, dabei ist er erst 23-jährig. Stürmer Marko Arnautovic von Stoke kann auch gross aufspielen. Linksverteidiger und Captain Christian Fuchs wurde mit Leicester in England Meister. Da wären auch der frühere Basler Aleksandar Dragovic, Martin Hinteregger oder Zlatko Junuzovic. Alles in allem ist es wirklich ein starkes Team.

Nun ist die Erwartungshaltung von Österreich riesig. Das Ziel ist erst einmal der Achtelfinal. Das Team hat während der Qualifikation gezeigt, dass es mit Druck umgehen kann. Es wird spannend zu verfolgen sein, ob es ihm auch in Frankreich gelingt. Denn eine EM ist schon noch mal was ganz anderes.

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