Zum Hauptinhalt springen

AC Milan: Siebte Niederlage im neunten Spiel

Ronaldinho läuft nicht, Schewtschenko ist unsichtbar: Die Mailänder Star-Truppe ist ausser Form. Für die AC Milan kommt der FC Zürich zur rechten Zeit.

Dida, 35: Trotz des Rücktritts aus der «Seleção» gehört Dida weiterhin zu den besten Torhütern der Welt. Zur Legende wurde der Brasilianer spätestens 2003, als er im Champions-League-Final gegen Juventus Turin zwei Penaltys parierte und den «Rossoneri» den Sieg sicherte.
Dida, 35: Trotz des Rücktritts aus der «Seleção» gehört Dida weiterhin zu den besten Torhütern der Welt. Zur Legende wurde der Brasilianer spätestens 2003, als er im Champions-League-Final gegen Juventus Turin zwei Penaltys parierte und den «Rossoneri» den Sieg sicherte.
Keystone
Paolo Maldini, 40: 2007 gab er den Rücktritt, wenig später verlängerte er den Vertrag bei der AC Milan bis 2008. Mittlerweile steht fest: Maldini wird mindestens bis nächstes Jahr weitermachen. Der erfahrenste Fussballer der Welt spielt seit 1984 beim gleichen Verein, mit dem er siebenmal Meister wurde. Dreimal gewann der Milan-Captain die Champions League, zweimal den Vorläufer der «Königsklasse», den Meistercup.
Paolo Maldini, 40: 2007 gab er den Rücktritt, wenig später verlängerte er den Vertrag bei der AC Milan bis 2008. Mittlerweile steht fest: Maldini wird mindestens bis nächstes Jahr weitermachen. Der erfahrenste Fussballer der Welt spielt seit 1984 beim gleichen Verein, mit dem er siebenmal Meister wurde. Dreimal gewann der Milan-Captain die Champions League, zweimal den Vorläufer der «Königsklasse», den Meistercup.
Keystone
Andrej Schewtschenko, 32: Der Ukrainer wurde zweimal Torschützenkönig in der Serie A, liegt auf Platz 2 der ewigen Bestenliste der Champions-League-Torschützen und war erklärter Lieblingsspieler von Silvio Berlusconi. Bis er dessen Sohn die Freundin ausspannte. Obwohl fuchsteufelswild, konnte Berlusconi Schewtschenko nicht in die Wüste schicken, zu wichtig war der zuverlässige Torgarant für den Klub. Nach zwei unglücklichen Jahren bei Chelsea ist der Stürmer nun zurück in der Lombardei.
Andrej Schewtschenko, 32: Der Ukrainer wurde zweimal Torschützenkönig in der Serie A, liegt auf Platz 2 der ewigen Bestenliste der Champions-League-Torschützen und war erklärter Lieblingsspieler von Silvio Berlusconi. Bis er dessen Sohn die Freundin ausspannte. Obwohl fuchsteufelswild, konnte Berlusconi Schewtschenko nicht in die Wüste schicken, zu wichtig war der zuverlässige Torgarant für den Klub. Nach zwei unglücklichen Jahren bei Chelsea ist der Stürmer nun zurück in der Lombardei.
Keystone
1 / 13

Erich Hänzi, der Assistenztrainer des FC Zürich sass bei der 0:2-Niederlage des Uefa-Cup-Gegners im Stadio Luigi Ferraris von Genua.

Über zehn Stunden sass Erich Hänzi am Sonntag zwischen Zürich und Genua im Zug, um das Spiel der AC Milan gegen Genoa beobachten zu können. Seine Erkenntnis nach dem 0:2 der Mailänder: «Man spürt, dass Milan verunsichert ist, die Mannschaft sucht ihre Form.»

Auch im Luigi Ferraris von Genua war die berühmte AC Milan nicht mehr als ein Schatten ihrer grossen Tage. Das 0:2 war der zweite Misserfolg nach dem 1:2 gegen Bologna im San Siro zum Auftakt der Meisterschaft. Insgesamt bezog Milan im neunten Saisonspiel bereits die siebte Niederlage. Ein derart missglückter Start ist in der Vereinsgeschichte einzigartig.

Ronaldinho völlig passiv

Die härteste Kritik prasselte nach dem Spiel in Genua auf die beiden Offensivkünstler Ronaldinho und Schewtschenko nieder. «Sie waren in der Tat nicht gut, vor allem Ronaldinho verhielt sich völlig passiv», stellte auch Hänzi fest. Der Brasilianer wie der Ukrainer wurden von Trainer Carlo Ancelotti zur Pause ersetzt.

Die Polemik in den grossen Sportzeitungen vom Montag war deswegen noch grösser als nach einer Milan-Niederlage üblich. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Ancelotti weder Ronaldinho noch Schewtschenko in seiner Mannschaft haben wollte, sondern einen physisch starken Stürmer wie Didier Drogba von Chelsea. Nur hat bei Milan der Trainer weniger Einfluss auf die Transfers als in anderen Klubs. Klubeigentümer Silvio Berlusconi und Vizepräsident Adriano Galliani bestimmen die Politik.

Noch darf Ancelotti weitermachen

Die beiden Führungskräfte stärkten Ancelotti nach dem Spiel in Genua demonstrativ den Rücken. Adriano Galliani erklärte: «Der Trainer ist kein Thema.» Ancelotti bemerkte, Berlusconi habe sich nach der Niederlage bei ihm gemeldet und ihm versichert, man werde die Ruhe bewahren. Der Coach, der Milan bereits in der achten Saison betreut, ist überzeugt, die Wende zum Guten zu schaffen: «Wir werden die Dinge wieder zurechtrücken.»

Das Spiel gegen den kleinen FC Zürich scheint für die AC Milan, «den erfolgreichsten Klub der Welt», wie er sich selber gerne nennt, zur rechten Zeit zu kommen. Die Zürcher werden als Aufbaugegner betrachtet. Und Hänzi, der blonde Berner in Diensten des FCZ, bemerkt mit einem Schmunzeln: «So haben die Schweizer vor dem Spiel gegen Luxemburg auch gedacht.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch