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Aarau weiter sieglos – bleibt Trainer Christ?

Der FC Aarau muss sich nach dem 0:4 in Luzern die Trainer-Frage stellen. Das Team von Sven Christ ist das erste, das diese Saison bei den Innerschweizern verliert. Vaduz und Thun trennen sich derweil 1:1.

Klarer Sieg: Gleich vier Mal landete der Ball heute im Aarauer Netz – hier beim 2:0 inklusive Kim Jaggy.
Klarer Sieg: Gleich vier Mal landete der Ball heute im Aarauer Netz – hier beim 2:0 inklusive Kim Jaggy.
Keystone

Im elften Anlauf hat es für Luzern geklappt: Nach sieben Unentschieden und drei Niederlagen resultierte mit dem Kantersieg der erste Erfolg vor eigenem Publikum seit dem 18. Mai 2014. Damals hatte der FCL in der letzten Runde der Saison 2013/14 Thun 3:0 bezwungen. Ob das 4:0 gegen den FC Aarau die erhoffte befreiende Wirkung hat, werden die kommenden Spiele zeigen. Aber Luzern zeigte sich im Vergleich mit anderen Heimspielen endlich einmal effizient. Gewissermassen der Toröffner war das 1:0, als Remo Freuler in der 38. Minute einen grosszügig ausgesprochenen Foulpenalty verwertete.

Bis dahin hatte Aarau mit einer defensiven Taktik dem Heimteam trotz dessen Startfurioso und drei Chancen von Dario Lezcano innert 18 Minuten (unter anderem ein Pfosten- und ein Lattenschuss) einigermassen getrotzt. Nach dem zweiten Gegentreffer durch Lezcano (69.), zeigte die Mannschaft von Sven Christ vor allem in der Defensive Zerfallserscheinungen. Diese nützte Marco Schneuwly, jeweils auf Vorarbeit des Österreichers Jakob Jantscher, zu seinen Saisontoren 8 und 9.

Nach der höchsten Niederlage seit dem 0:5 in Basel Mitte März 2014 und nun zehn Spielen ohne Sieg (acht davon ohne eigenes Tor) dürften sich die Diskussionen um den Coach in den kommenden Tagen intensivieren. Trotz dieser mieserablen Bilanz – wohlgemerkt mitten im Abstiegskampf – stellte sich Sportchef Urs Bachmann im Interview mit dem Teleclub vorerst hinter seinen Trainer: «Christ wird auch im nächsten Spiel an der Seitenlinie stehen.» Doch allzu sicher darf sich dieser nicht sein, im Fussball kann sich bekanntlich alles in kürzester Zeit ändern, zumal Bachmann eingestanden hat: «Stand heute ist der Abstieg nicht mehr weit weg.»

Vaduz vergibt dritten Sieg in Folge

In den Partien gegen Aarau vor und nach der Winterpause hatte Vaduz jeweils 1:0 gewonnen. Im Heimspiel gegen Thun befand sich der Super-League-Aufsteiger lange auf Kurs in Richtung Saisonsieg Nummer 6. Ein verlorenes Kopfball-Duell von Florian Stahel und das um Sekundenbruchteile zu späte Eingreifen von Goalie Peter Jehle führten aber in der 77. Minute zum 1:1. Thuns bester Torschütze Berat Sadik nützte die kurzzeitige Verwirrung und spitzelte den Ball ins Tor. Der Finne steht nun bei neun Saisontreffern.

Für die durchaus verdiente Vaduzer Führung hatte Franz Burgmeier gesorgt. Der Captain lenkte in der 52. Minute einen Schuss von Nicolas Hasler unhaltbar ab. Bereits davor war Vaduz das aktivere Team und kam zu zwei guten Chancen. Pascal Schürpf mit einem Kopfball (21.) und Steven Lang (23.) vergaben aber. Letzterer hätte kurz vor dem Ausgleich für die Entscheidung sorgen können. Der Westschweizer Flügel zog den Alleingang aber dem Querpass zum besser positionierten Gegenspieler vor.

Luzern - Aarau 4:0 (1:0)

9633 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 38. Freuler (Foulpenalty) 1:0. 69. Lezcano (Freuler) 2:0. 72. Schneuwly (Jantscher) 3:0. 77. Schneuwly (Jantscher) 4:0.

Luzern: Zibung; Thiesson (81. Affolter), Rogulj, Puljic, Lustenberger; Winter (70. Wiss), Doubai, Freuler, Jantscher; Lezcano (76. Ianu), Schneuwly.

Aarau: Mall; Andrist (57. Feltscher), Magyar, Garat, Jaggy; Radice, Mlinar (80. Mudrinski), Lüscher, Djuric (46. Nganga); Costanzo, Sliskovic.

Bemerkungen: Luzern ohne Haas und Sarr, Aarau ohne Gauracs, Thaler (alle verletzt), Burki und Wieser (beide gesperrt). 5. Schuss von Lezcano an den Aussenpfosten. 18. Kopfball von Lezcano an die Latte. 81. Tor von Radice aberkannt (Offside). Verwarnungen: 21. Doubai. 32. Sliskovic. 33. Winter (alle wegen Fouls). 54. Garat (Unsportlichkeit). 56. Jantscher (Reklamieren). 80. Puljic (Unsportlichkeit).

Vaduz - Thun 1:1 (0:0)

2421 Zuschauer. - SR Amhof. - Tore: 52. Burgmeier (Hasler) 1:0. 77. Sadik 1:1.

Vaduz: Jehle; Von Niederhäusern, Stahel, Grippo, Aliji; Hasler, Muntwiler, Ciccone; Lang (72. Abegglen), Burgmeier (91. Sara), Schürpf (86. Manuel Sutter).

Thun: Faivre; Glarner, Siegfried, Sulmoni, Wittwer; Nicolas Sutter, Hediger; Gonzalez (60. Rojas), Karlen, Ferreira (72. Munsy); Sadik.

Bemerkungen: Vaduz ohne Cecchini, Pergl, Untersee (alle verletzt) und Neumayr (gesperrt), Thun ohne Causi, Frontino, Reinmann, Schenkel, Schindelholz, Schirinzi und Zino (alle verletzt). Verwarnungen: 32. Glarner. 34. Aliji. 35. Hediger. 44. Muntwiler. 57. Von Niederhäusern. 69. Ferreira (alle wegen Fouls).

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