Bern

YB, wie es lacht und feiert

BernNach den zehn Meistertiteln des DFC Bern bis 2001, konnte nun erstmals auch der Nachfolgeverein Young Boys einen Titel feiern. Die YB-Frauen stehen zwei Runden vor Schluss als Meister fest.

Gross ist die Freude bei den YB-Frauen.

Gross ist die Freude bei den YB-Frauen. Bild: Archiv Max Füri

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Ausgelassen war die Freude der YB-Frauen am späten Mittwochabend im Berner Neufeldstadion. Es wurde gejubelt, gelacht und gefeiert. Die Spielerinnen lagen sich in den Armen. Dank Toren von Michaela Burkhard (2), Valbona Mehmeti sowie Michelle Heule hatten die Bernerinnen gegen Kriens einen klaren 4:0-Sieg errungen. Und weil der ernsthafteste Konkurrent Yverdon vor eigenem Publikum gegen Basel 1:2 verloren hatte, konnte YB vorzeitig den Schweizer-Meister-Titel feiern. «Es gab eine kleine Feier im normalen Rahmen, mehr nicht», sagt der glückliche YB-Trainer Rolf Kirchhofer. «Denn die meisten Spielerinnen mussten am Donnerstag wieder zur Arbeit.»

YB besitzt zwei Runden vor Schluss ein Polster von 6 Punkten. Auch wenn die Bernerinnen ihre Spiele in St.Gallen und gegen Zürich verlieren sollten und Yverdon zweimal siegreich wäre, bleibt der Meisterpokal in Bern. Das Kirchhofer-Team hatte die «reguläre» Meisterschaft vor Yverdon auf Rang 1 beendet, was bei Punktgleichheit den Ausschlag gibt. Damit sind die beiden unglücklichen Niederlagen in den Cupfinals 2010 und 2011 gegen die Waadtländerinnen vergessen. «Natürlich waren diese für uns sehr ärgerlich, aber ich habe stets an mein Team geglaubt und gewusst, dass es zu einer Reaktion fähig und in der Lage ist, einen Titel zu gewinnen»,

Dank dem breiten Kader

Für den YB-Trainer sei nach der langen und hart umkämpften Saison ausschlaggebend gewesen, dass ihm gegenüber Yverdon ein breiteres Kader zur Verfügung stand. So konnte er den Ausfall seiner Nationalspielerin Sandy Maendly – sie wurde im Cupfinal am Knöchel verletzt und musste operiert werden – besser verkraften als die Waadtländerinnen denjenigen ihrer Topskorerin Maeva Sarrasin. Bei YB fehlte gegen Kriens nebst Sandy Maendly auch das grosse Talent Lia Wälti verletzungshalber. «Wir haben im Verlauf der Saison mehrmals bewiesen, dass wir solche Ausfälle kompensieren können», sagt Kirchhofer. Oftmals habe er sein System umgestellt und an die Gegebenheiten angepasst. «Auch in dieser Beziehung sind wir variabler geworden.»

Planung läuft

Für den Trainer, der kürzlich seinen Vertrag mündlich und per Handschlag um eine weitere Saison verlängerte, hat die Planung für die neue Saison bereits begonnen. Kirchhofer rechnet damit, dass der Titelkampf nächste Saison noch umstrittener wird. «Basel, beispielsweise, besitzt ein qualitativ starkes Team und wird sicherlich zu den Favoriten zählen», sagt der Trainer. Auch die beiden Zürcher Teams und Yverdon zählen zu diesen. YB wird in der nächsten Saison auf die langjährige Spielerin Meret Wenger verzichten müssen, die altershalber ihre Karriere beendet. «Auch wir werden nicht untätig sein und das Kader punktuell verstärken», sagt Kirchhofer. Dass ein breiteres Spielerinnenkader in den entscheidenden Situationen hilfreich sei, habe sich in diesem Jahr gezeigt. Das Konzept der kontinuierlichen Nachwuchsförderung bleibe indes prioritär.

Aufgrund der Natipause (zwei Länderspiele gegen Kanada) wird die Meisterschaft erst in zehn Tagen fortgesetzt. Nach dem Match in St.Gallen gastiert in der letzten Runde der alte Schweizer Meister FC Zürich in Bern. «Für uns ist es eine Ehrensache, diesen Match zu gewinnen und der anschliessenden Pokalübergabe einen würdigen Rahmen zu verleihen», sagt Kirchhofer. (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.05.2011, 13:46 Uhr

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