YB spielt ab Juli wieder auf Kunstrasen

In den nächsten Tagen wird im Stade de Suisse ein Kunstrasen verlegt. Der künftige Nationaltrainer Vladimir Petkovic ist skeptisch, dass es in Bern auf der künstlichen Unterlage in Zukunft wieder Länderspiele geben wird.

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Rein, raus, rein, raus – und wieder rein: Seit der Eröffnung des Stade de Suisse vor neun Jahren, spielte YB abwechselnd auf Natur- und Kunstrasen. Aktuell spriesst im Wankdorf natürliches Grün. Letztmals wurde im Dezember 2011 auf diese Unterlage gewechselt, was Bern wieder Länderspiele der Schweiz bescherte. In den nächsten Tagen wird nun wieder ein Kunstrasen verlegt.

«Mit dem Wechsel können wir die Rahmenbedingungen deutlich verbessern», lässt Alain Kappeler, CEO des BSC Young Boys und des Stade de Suisse, in einer Mitteilung verlauten. «Wir halten mehr denn je an unseren beiden Hauptzielen fest: sportlicher Erfolg mit YB und eine profitable Gesamtunternehmung.»

Mehr Trainings möglich

YB nennt zwei Hauptgründe für die Rückkehr zum Kunstrasen: Einerseits habe dies Kosteneinsparungen zur Folge, anderseits könnten die Trainingsbedingungen verbessert werden. Die Trainings der ersten Mannschaft fanden auf sechs Sportplätzen statt: Bodenweid, Spitalacker, Neufeld, Turnerstadion und Allmend. Die Abschlusseinheiten wurden gelegentlich im Stade de Suisse durchgeführt. Neu können die Young Boys hauptsächlich im Wankdorf trainieren.

Diesen Umstand lobt Sportchef Fredy Bickel: «Wir erreichen eine klare Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten für die erste Mannschaft, die U-21 und die U-18.» Ausserdem sei der Kunstrasen für YB und das Stade de Suisse in Anbetracht aller Umstände der richtige Entscheid.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Auf- und Abbauzeiten für Events und insbesondere Konzerte verkürzen sich.

Der Naturrasen hätte ausserdem sowieso ersetzt werden müssen, weil er den künftigen Ansprüchen der Swiss Football League nicht mehr genügt. Das Team von Trainer Uli Forte wird voraussichtlich ab dem 8.Juli auf dem Kunstrasen «der neuesten Generation» spielen.

Gibt es noch Länderspiele?

Dass sich der Schweizerische Fussballverband (SFV) nach den Ausschreitungen des letzten Cupfinals in Bern nicht mehr willkommen fühlt, spielte laut YB-Kommunikationschef Albert Staudenmann beim Entscheid keine Rolle. Schon früher fanden Cupfinals auf Kunstrasen statt. Die neue künstliche Unterlage im Wankdorf ist ausserdem Uefa- und Fifa-tauglich. So wären Länderspiele weiterhin möglich.

Vom SFV gibt es kein kategorisches Nein zu internationalen Partien im Stade de Suisse mit Kunstrasen. «Wie es weitergeht, werden wir abklären», sagt SFV-Sprecher Marco von Ah. Der künftige Nationaltrainer Vladimir Petkovic ist skeptisch, obwohl er als früherer YB-Coach Erfahrung mit Kunstrasen hat.

Den Hauptgrund, weshalb bisher keine Länderspiele auf der künstlichen Unterlage stattgefunden haben, ortet er im Heimvorteil. «Wir wollen diesen Vorteil nicht preisgeben. Bis auf Spieler des FC Thun spielt keine Schweizer Mannschaft und auch kein Nationalspieler mit hoher Regelmässigkeit auf Kunstrasen», sagt Petkovic. Eine Möglichkeit sieht er derzeit vor allem bei Spielen im Winter. Dann könnte der Kunstrasen allenfalls eine Alternative sein. (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.06.2014, 06:17 Uhr

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