«Weil wir es mehr wollen als der FCZ»

Voller Einsatz, aber keine unnötigen Emotionen – das ist das Motto der Grasshoppers vor dem Cup-Halbfinal gegen den FCZ am Mittwochabend.

«Wir sind heiss»: Vero Salatic vor dem Derby gegen den FCZ. (Video: Sebastian Rieder)
Alexander Kühn@alexkuehnzh
Sebastian Rieder@RiederSebastian

Als die Grasshoppers vor neun Jahren durch das legendäre 6:5 über den FCZ in den Cupfinal einzogen, sassen der aktuelle Chefcoach Uli Forte und sein Schlüsselspieler Vero Salatic auf der Tribüne – Forte als Spielertrainer von Red Star, Salatic als Mitglied des erweiterten GC-Kaders. Ihr Wunsch für den neuerlichen Kampf um das Finalticket heisst: Bloss kein solches Spektakel mehr. «Wir wissen, dass die Offensivspieler des FCZ grosses Potenzial besitzen, sie müssen wir ausschalten», sagt Forte. «Jeder bei uns muss über seine Grenzen hinausgehen, aber trotz aller Aggression, die in einem solchen Match drin ist, cool bleiben. Als Trainer hoffe ich natürlich, dass sich das Spektakel von damals nicht wiederholt.» Rücksicht auf die Meisterschaft werde er auf keinen Fall nehmen: «Wer in den Halbfinals steht, will natürlich alles.»

Salatic freut sich auf die grosse Kulisse mit über 20'000 Zuschauern. «Schade ist nur, dass wir im Letzigrund spielen müssen statt im alten Hardturm», scherzt er. «Wir haben im letzten Derby gesehen, wie hoch der Stellenwert dieses Duells wieder ist. Von GC-Seite sind viel mehr Fans dabei als in den vergangenen Jahren. Wir wollen den Fans den Final schenken.» Warum das klappen soll, kann Salatic auch erklären – mit nur sieben Wörtern: «Wir wollen es mehr als der FCZ.» Das Cup-Derby solle der erste Höhepunkt der Saison werden, aber nicht der letzte.

Wieder mit Cupschreck Feltscher?

Das enttäuschende 1:1 gegen Sion, das den Rückstand gegenüber dem Leader aus Basel auf drei Punkte anwachsen liess, sei inzwischen verdaut, versichert der Captain. «Das war ein Lernprozess, wir haben die Partie mit dem Trainer gut aufgearbeitet.» Der Inhalt der Gespräche bleibe aber ebenso geheim wie die Prämie, die der Club für den Finaleinzug ausgesetzt hat.

Forte erwartet einen engen Halbfinal gegen den FC Zürich. Dass der Stadtrivale die letzten drei Partien allesamt verloren hat und dabei zehn Gegentreffer kassierte, ändert für ihn nichts an dessen Gefährlichkeit: «Der FCZ hat sich in Basel gut geschlagen und ist erst durch einen unnötigen Penalty ins Hintertreffen geraten.» Personell ist bei GC noch einiges offen. «Es ist gut möglich, dass Frank Feltscher als Cupschreck von Anfang an spielt. Bei Daniel Pavlovic müssen wir schauen, wie er sich fühlt. Er musste ja gegen Sion raus. Im Fall von Taulant Xhaka, der umgeknickt ist, halten wir es genauso», führt Forte aus.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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