Warum Bickel ein Sieg gegen Basel lieber ist

Weil der FCZ seine Hausaufgaben nicht macht, mausert sich YB zum engsten Verfolger von Leader Basel. Am Sonntag kommt es in Bern zum grossen Duell. Die Generalprobe steigt heute Abend gegen Everton.

YB-Sportchef Fredy Bickel vor den Spielen gegen Everton und Basel.

YB-Sportchef Fredy Bickel vor den Spielen gegen Everton und Basel.

(Bild: Keystone)

Thomas Niggl@tagesanzeiger

Der FC Zürich enttäuschte im Heimspiel gegen Thun auf der ganzen Linie, verlor nach den Partien gegen Luzern und Basel bereits das dritte Heimspiel in Serie und verspielte zugunsten von YB, das GC mit 4:2 bezwang, jetzt sogar den zweiten Tabellenplatz. Es war eine Zürcher Vorstellung, die für die nächsten Spiele nichts Gutes verheisst – ausser das Team von Urs Meier kann sich schon am kommenden Samstag im Derby gegen GC für die kollektiv schwache Leistung gegen die Berner Oberländer rehabilitieren.

YB im Hoch – der FCZ im Tief. Die Berner empfangen heute Abend in den Sechszehntelfinals der Europa League den englischen Traditionsclub FC Everton und spielen dann drei Tage später im Stade de Suisse gegen den FC Basel, der sich gestern in der Champions League beim 1:1 zu Hause gegen Porto nicht unbedingt eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Portugal schuf.

«Wir können jeden schlagen. Wir wollen in den Achtelfinal», sagte YB-Trainer Uli Forte an der Pressekonferenz zum Spiel in der Europa League gegen Everton voller Selbstbewusstsein. Jeden schlagen, damit meint der Zürcher bestimmt auch den FC Basel, den amtierenden Meister, den Gegner vom Sonntag.

«Unser Kerngeschäft ist die Super League»

«Ehrlich gesagt, mir wäre ein Sieg gegen Basel lieber als einer gegen Everton», gibt YB-Sportchef Fredy Bickel unumwunden zu. Das Kerngeschäft und der Wettbewerb mit dem existenziellen Charakter sei schliesslich immer noch die nationale Meisterschaft und nicht die Europa League. Man wolle in der Super League den Rückstand auf Basel verringern und den zweiten Tabellenrang gegen den FCZ verteidigen. «Aber natürlich würde ich auch noch den Sieg gegen Everton nehmen.»

Euphorisch mag Bickel indes nicht werden. Der Zürcher weiss nur zu genau, wie launisch und inkonstant in der Vergangenheit die Auftritte der Mannschaft von Uli Forte waren. Er ist ein gebranntes Kind. Rückschläge in der Meisterschaft und das erneute Ausscheiden im Cup wie schon im Vorjahr gegen einen Unterklassigen sind ihm sehr wohl noch präsent. «Wir lassen uns jetzt auch nicht verrückt machen. Unser Saisonziel bleibt weiterhin ein Rang, der uns zu der Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb berechtigt. Egal ob in der Champions- oder Europa League.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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