Vor 10 Jahren begann das Thuner Märchen

3. August 2005

Am 3. August vor 10 Jahren gelang dem FC Thun die erste Sternstunde auf dem Weg in die Champions League. In der Qualifikation besiegten die Oberländer im Stade de Suisse Dynamo Kiew.

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Stephan Dietrich

Genau 10 Jahre ist es her. Das Stade de Suisse war eingeweiht, aber für die erste Sternstunde im Prunkbau sorgte nicht YB, sondern der FC Thun. Nach dem 2:2 im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew wurde in Bern vor 25'728 Zuschauern das Rückspiel ausgetragen.

Es war eine Art des Spiels «Hase und Igel», die sich die beiden Mannschaften lieferten. Thun nahm den Vergleich mit dem Vorteil in Angriff, dass ein 0:0 zum Weiterkommen reichte. Klar war eigentlich auch, dass die Millionärstruppe aus der Ukraine die Hypothek würde wettmachen können. Die Frage war nur, wann.

Im Stade de Suisse brachen alle Dämme

Zur Pause stand es noch 0:0, nach 80 Minuten ebenso. In der 85. Minute streifte ein Ball ganz knapp am Thuner Torpfosten vorbei. Die Hoffnungen auf den grossen Coup blieben. Dann kam Tiago Henrique Bernardini Consoni –kurz Bernardi. In der 89. Minute eingewechselt, erzielte der Brasilianer in der Nachspielzeit das Thuner Siegtor. Im Stade de Suisse brachen die Dämme.

Auf den Zuschauerrängen lagen sich wildfremde Menschen in den Armen, nach Spielschluss wurden die Helden minutenlang gefeiert. Bernardi blieb die grosse Karriere verwehrt. Nach einer Verletzung landete er bei den Kickers Luzern. Für Thun hingegen war der Sieg gegen Kiew erst der Beginn des Märchens, das den Verein schon bald in die Champions League führen sollte...

Die europäischen Stationen des FC Thun 2005 sehen Sie hier:

Thuner Tagblatt

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