Traum geht in Erfüllung, Selfie-Wunsch auch

Nuno Da Silva erlebt in Lugano grosse Emotionen. Die Aufmerksamkeit des Publikums zieht ein anderer Berner auf sich.

<b>Jubelschrei:</b> Nuno Da Silva feiert sein erstes Tor in der Super League.

Jubelschrei: Nuno Da Silva feiert sein erstes Tor in der Super League. Bild: Keystone

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Der Schrei ist laut und lang, der Jubel aufbrausend und ausgiebig. Als Nuno Da Silva in der 82. Minute mit seinem ersten Tor in der Super League gegen Lugano das 1:1 für Thun erzielt, übernehmen die Emotionen die Kontrolle über seinen Körper. Der 24-Jährige stürmt die Arme durch die Luft wirbelnd zur Seitenlinie, wo er von den mitfeiernden Ersatzspielern erwartet wird.

Wie schon in der Vorwoche erleben die Thuner spät grosse Gefühle. «Das war ein sehr spezieller Moment», sagt Da Silva kurz darauf. Für ihn sei ein Traum in Erfüllung gegangen, meint er weiter. «Auf dieses Tor habe ich lange gewartet.»

Der Flügel, im Nachwuchs von YB ausgebildet, hat im letzten Jahr einen beachtlichen Aufstieg hinter sich, von Berns Quartierclub Breitenrain und der Promotion League ins Oberhaus nach Thun.

Doch nachdem sich Da Silva schnell hatte etablieren können – in den ersten elf Partien kam er immer zum Einsatz –, durchlebte er seit der Winterpause schwierige Momente. Im laufenden Jahr ist er erst 90 Minuten zum Einsatz gekommen.

«Ich war mit seinen Leistungen in der Wintervorbereitung nicht zufrieden», sagt Trainer Marc Schneider. «Doch er hat sich mit sehr ­guten Trainingsleistungen aufgedrängt. Dass er sich nun belohnt hat, freut mich enorm.» Und Da Silva meint: «Es war keine einfache Zeit. Schön, konnte ich meine Chance nutzen.»

Wütende Fans

Während Da Silva spricht, zieht ein anderer bei YB ausgebildeter Akteur die Aufmerksamkeit auf sich. Ezgjan Alioski, seit letzten Sommer bei Leeds United in der zweiten englischen Liga unter Vertrag, ist zu Gast an alter Wirkungsstätte. Selfie-Wünsche erfüllt er bereitwillig, zur Situation seines früheren Arbeitgebers will er sich hingegen nicht äussern.

Lugano, die Überraschungsmannschaft der Vorrunde, steckt in der Krise. Daran vermochte auch die Partie gegen Thun, die erste unter dem am Freitag 29 Jahre alt gewordenen Trainer Guillermo Abascal, nichts ändern. Als sich die Spieler nach dem 1:1 beim harten Kern der Fans bedanken wollen, werden sie mit Beschimpfungen fortgeschickt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.04.2018, 19:58 Uhr

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