Steve von Bergen: «Das ist mir komplett egal»

YB-Captain ordnet das 7:1 gegen Basel ein. Und er sagt, warum der Charakter eine grosse Stärke der Young Boys ist.

<b>35-jährig und kein bisschen müde:</b> YB-Captain Steve von Bergen erfreut sich grosser Form.

35-jährig und kein bisschen müde: YB-Captain Steve von Bergen erfreut sich grosser Form.

(Bild: Keystone A. della Valle)

Helfen Sie uns, dieses 7:1 ­einzuordnen.
Steve von Bergen: Die erste Viertelstunde war schwierig, weil wir müde Beine hatten. Doch als wir das erste Tor erzielten, übernahmen wir das Spieldiktat. Wir waren in jedem Bereich sehr gut. Hinten agierten wir abgeklärt, vorne hatten wird sieben verschiedene Torschützen – das ist einfach Klasse!

Was bedeutet dieses 7:1 für die Meisterschaft?
Es sind erst sieben Partien absolviert, die Saison dauert bis Ende Mai. Wir haben immer gesagt, dass wir den Titel erneut gewinnen wollen. Wollen wir dies erreichen, dürfen wir nie nachlassen. Momentan gelingt uns dies auf ­beeindruckende Art und Weise.

Was sagt Ihnen die Tatsache, dass sieben verschiedene ­Akteure die YB-Tore erzielten?
Wir haben ein starkes und breites Team mit einem super Charakter, in dem auch die Einwechselspieler Impulse setzen können.

Was sagt das 7:1 über den FC Basel aus?
Das ist mir komplett egal.

Waren Sie erstaunt, wie wenig Gegenwehr vom FCB kam?
Das Resultat kam nicht zustande, weil Basel nicht gut war, sondern weil wir eine sehr starke Leistung zeigten. Wir variierten das ­Spieltempo, waren ballsicher, ­dominant.

Die Wachablösung ist endgültig vollzogen. Einverstanden?
Wir haben seit über einem Jahr eine hervorragende Bilanz, sind nun wieder mit sieben Siegen in die Meisterschaft gestartet. Wir sind das beste Team der Schweiz. Aber es ist klar: Basel bleibt unser Hauptgegner.

Vier Tage nach dem 0:3 in der Champions League gegen Manchester United liess YB nie nach, wollte immer noch ein Tor mehr. Wie erklären Sie sich das?
Das ist eine Frage des Charakters. Und es ist nicht einfach, das zu schaffen, vor allem weil wir nach diesem happigen Programm schon Müdigkeit verspürten. Doch uns zeichnet aus, dass wir immer mehr wollen, wir ruhen uns nie auf dem Gezeigten aus. Am Mittwoch steht schon das nächste Spiel gegen St. Gallen an, es wird wieder bei null beginnen.

Werden Sie bis dahin ­ausreichend erholt sein?
Warum fragen Sie? Weil ich schon 35-jährig bin? (lacht). Es ist klar, dass bei mir die Erholung stärker im Fokus steht als bei anderen Spielern. Momentan gelingt mir dies ganz gut.

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