Stadion-Theater bei den Young Boys

Seit Jahren suchen die Young Boys einen Stadionsponsor. Letzte Woche ist Ifolor abgesprungen. Die Fans wehren sich gegen den Verkauf des Stadionnamens.

Wie soll das Stadion heissen?

(Bild: Thomas Hodel)

Die Stadionnamen-Thematik hat sich im Stade de Suisse zum Politikum entwickelt. Letzte Woche scheiterten bekanntlich die Verhandlungen mit dem ­Online-Fotodienstleister Ifolor. Seit Jahren versuchen die Young Boys, einen Sponsor für ihr Stadion zu gewinnen.

Es ist ein nachvollziehbarer, logischer Weg, hohe Einnahmen zu generieren. Man darf davon ausgehen, dass der Stadionname einen Wert von rund zwei Millionen Franken jährlich hat. Viel Geld für YB, das seit 2010 jedes Jahr hohe Millionenverluste schreibt.

«Wir müssen unbedingt selbsttragend werden und haben stets gesagt, dass wir neue Finanzquellen brauchen», sagt Wanja Greuel. Und der Stade-de-Suisse-CEO erklärt: «Das Stadionnamensrecht hat einen sehr hohen Wert. Auch hier gibt es eine Schmerzgrenze.»

Bei den YB-Fans regt sich schon länger Widerstand gegen den Verkauf des Stadionnamens. Sie möchten den legendären Namen Wankdorf zurück, so hiess das Stadion jahrzehntelang. «Selbstverständlich nehmen wir auch die Anliegen der Fans sehr ernst. Aber das Wichtigste ist, YB in eine sichere Zukunft zu führen», sagt Greuel. Zu Verhandlungen äussert er sich nicht. «Zu den Gerüchten der letzten Wochen nehmen wir keine Stellung.»

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