Stade de Suisse wird nicht zu «Ifolor-Arena»

Das Stade de Suisse wird einen neuen Namen erhalten. Die Verhandlungen mit einem Interessenten führten aber nicht zum Abschluss.

«Stadion Wankdorf» steht auf den Fahnen. Die YB-Fans wollen keinen anderen Namen für ihr Stadion.

«Stadion Wankdorf» steht auf den Fahnen. Die YB-Fans wollen keinen anderen Namen für ihr Stadion.

(Bild: Keystone Peter Klaunzer)

Das Stade de Suisse wird es nicht mehr lange geben. Die Frage ist nicht, ob es umbenannt wird – sondern: wann. YB muss Geld verdienen, die Besitzer wollen nicht Jahr für Jahr die hohen Millionenverluste decken, und den Stadionnamen zu verkaufen, ist eine gute Möglichkeit, Einnahmen zu generieren. Dagegen wehren sich einige Fans, die möchten, dass die Arena wieder – wie jahrzehntelang – Wankdorf heisst. Das ist eine hübsche Idee, Geld ist damit aber nicht verdient.

Rund zwei Millionen im Jahr

YB bestätigt, dass es immer wieder Gespräche mit Interessenten gebe. Letzte Woche meldeten einige Medien, der Deal mit dem Onlinefoto-Dienstleister Ifolor stehe vor dem Abschluss. So weit fortgeschritten waren die Gespräche indes nicht.

Am Montag erklärte Filip P. Schwarz, CEO von Ifolor, gegenüber Radio Bern 1: «Wir bestätigen, dass zwischen Ifolor und YB Gespräche zur Evaluierung von möglichen Kooperationen stattgefunden haben. Ifolor hat sich jedoch aufgrund einer anderen Ausrichtung seines Sponsoringkonzepts gegen eine Zusammenarbeit entschieden.»

Bei YB gibt es keinen Kommentar dazu. Die Verhandlungen sollen dem Vernehmen nach kompliziert gewesen sein. Schliesslich geht es um ziemlich viel Geld. Die Stadionnamen in Luzern und St. Gallen sollen für rund eine Million Franken jährlich verkauft worden sein.

Die Spielstätte in Bern besitzt nicht nur wegen der glorreichen Vergangenheit und der Grösse einen deutlich höheren Wert. Man kann davon ausgehen, dass eine Unternehmung für ein Fünfjahresengagement rund zehn Millionen Franken aufwerfen müsste.

fdr

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