«Shaqiri war gegen Island nicht überzeugend»

Norwegens Nationaltrainer Egil Olsen spricht im Videointerview mit Bernerzeitung.ch/Newsnetz über die Chancen seiner Mannschaft, der Schweiz in der WM-Qualifikation ein Bein zu stellen.

«Wenn wir diese Leistung noch einmal bringen können, werden wir am Dienstag siegen»: Egil Olsen zieht viel Optimismus aus dem Hinspiel in der Schweiz.
Sebastian Rieder@RiederSebastian

Dass die Schweizer Fussballer am Freitag gegen den Aussenseiter Island in Bern eine 4:1-Führung verspielten und in der Nachspielzeit noch den bitteren Ausgleich hinnehmen mussten, hat der norwegische Coach Egil Olsen mit grossem Interesse notiert. «Es ist möglich, Tore gegen die Schweiz zu schiessen. Darüber bin ich glücklich», erklärt er gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnetz. Er wisse aber auch, dass die Schweizer besser waren als Island. «Das Chancenverhältnis war etwa 10:6 für die Schweiz. Die Isländer hatten schon ein bisschen Glück.»

Für morgen erwartet Olsen eine ganz andere Partie: «Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein enges und umkämpftes Spiel mit wenig Toren wird. Es wird auf jeden Fall nicht 4:4 ausgehen, sondern womöglich 1:0 oder 1:1.» Die Unterschiede zwischen dem Fussball der Schweizer und jenem der Norweger seien gering, findet der Mann, der sein Land 1994 und 1998 an die WM führte. «Wir spielen vielleicht ein wenig direkter. Wie die Isländer, die spielen auch sehr direkt. Und wir haben eine andere Art Spieler, wir besitzen keinen Xherdan Shaqiri. Shaqiri war gegen Island aber nicht sehr überzeugend. Doch ich weiss, wie stark er ist, wenn er alles aus sich herausholt. Wir hoffen, dass wir das verhindern können.»

Für Olsen sind die Schweizer trotz des Rückschlags gegen Island noch immer die Mannschaft mit den besten Karten in der WM-Qualifikationsgruppe E. «Unsere Chancen, die WM in Brasilien zu erreichen, stehen etwa bei 50:50. Ich denke, die Barrage ist realistisch. Es dürfte schwierig werden, die Gruppe zu gewinnen.» Für das Duell mit der Hitzfeld-Elf in Oslo ist der 71-Jährige aber optimistisch: «Das 1:1 in der Schweiz war eines unserer besten Spiele. Wenn wir diese Leistung noch einmal bringen können, werden wir am Dienstag siegen.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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