Schneuwly sah bei YB keine Perspektiven mehr

YB-Stürmer Marco Schneuwly geht künftig für den FC Thun auf Torjagd. Der 26-Jährige reiste am Montagmorgen aus dem Trainingslager in Spanien ab.

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Der Wechsel des YB-Stürmer hatte sich abgezeichnet. Allerdings ging man davon aus, dass Schneuwly die Young Boys erst verlässt, wenn diese einen neuen Stürmer verpflichtet haben.

Nach eingehender Analyse der Situation sei man zum Schluss gekommen, dem Wunsch des verdienstvollen Spielers zu entsprechen und ihn trotz Vertrags bis im Sommer ziehen zu lassen, schreibt YB am Montagmorgen in einer Mitteilung.

YB-Urgestein

In der ersten Meisterschaftshälfte brachte es der 26-jährige Stürmer nur auf 298 Minuten Einsatzzeit, verteilt auf acht ASL-Partien. Marco Schneuwly hat mit zwei Ausnahmen (Kriens, Sion) seit 2002 stets für YB gespielt.

Mit Mayuka (derzeit am Afrika-Cup), Ben Khalifa, dem aus Venezuela gekommenen Martinez und Nachwuchsspieler Frey stehen derzeit vier gelernte Angreifer im Kader. YB bemühe sich weiterhin um Verstärkung, die jedoch sportlich, menschlich und finanziell passen müsse.

Schneuwly-Brüder wieder vereint

Marco Schneuwly verabschiedet sich bereits heute Montag von seinen Teamkollegen im Trainingslager und reist nach Bern zurück. Der 26-Jährige unterschreibt bei Thun einen Vertrag bis Sommer 2014, die Höhe de Ablösesumme wollen die beiden Vereine nicht bekanntgeben.

Wie der FC Thun mitteilt, wird Schneuwly bereits am Dienstag in Thun trainieren. Für Sportchef Andres Gerber handle es sich um einen Wunschtransfer: «Es ist kein Geheimnis, dass wir uns um Marco Schneuwly bemüht haben. Er passt sportlich und menschlich ausgezeichnet in unser Team. Es war auch der Wunsch des Spielers, zum FC Thun zu wechseln. Wir freuen uns, mit den beiden Brüdern Christian und Marco in die Rückrunde starten zu können.»

Christian Schneuwly, der seine Profikarriere ebenfalls in der Stadt Bern begonnen hatte, wechselte bereits im letzten Sommer leihweise von YB zu Thun. Mit vier Treffern war der bald 24-jährige Freiburger in der Hinrunde gemeinsam mit Mauro Lustrinelli und dem zu Basel gezogenen Stephan Andrist bester Thuner Torschütze.

Ein neues Kapitel

Marco Schneuwly selbst sagte gegenüber der Berner Zeitung, dass für ihn nach 9,5 Jahren ein neues Kapitel anfange. Er freue sich auf die besseren Perspektiven, «diese sind bei YB nicht mehr vorhanden gewesen».

Wie Schneuwly weiter berichtet, erwarte ihn in Thun keine vollkommen neue Welt, er kenne ja bereits die halbe Mannschaft. Natürlich freue er sich auch, wieder mit seinem Bruder zusammenspielen zu können.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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