Schicksalsspiel für Forte

Mutlos, ideenlos, konzeptlos und chancenlos. YB war mit dem 0:3 gegen ein B-Team der SSC Napoli noch gut bedient. Aber auch in der Super League stimmen die Resultate nicht.

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Thomas Niggl@tagesanzeiger

Napolis Trainer Rafael Benitez rotierte und krempelte seine Mannschaft gegenüber dem 2:0-Sieg über die AS Roma in der Serie A gleich auf acht Positionen um, nominierte für das Europa-League-Spiel gegen YB eine B-Elf. Trotzdem war das Team von Uli Forte nicht imstande, dagegenzuhalten, ergab sich dem Schicksal und blieb ohne Chance. Den ersten Torabschluss verzeichneten die Berner erst in der 63. Minute durch Adrian Nikci, der dann in der 89. Minute mit der zweiten Chance noch einmal den Ehrentreffer auf dem Fuss hatte. Die Bilanz der Torabschlüsse von 2:24 sprach eine deutliche Sprache.

Der Mannschaft von Uli Forte, die im Cup gegen Zweitligist Buochs ausschied und auch in der Meisterschaft keine Entwicklung zeigt, droht nun auch das vorzeitige Aus in der Europa League. Forte steht unter einem gewaltigen Druck. Nach der 0:1-Niederlage zuletzt im eigenen Stadion gegen Aufsteiger Vaduz kann er sich am Sonntag wohl kaum eine weitere Heimniederlage gegen den FC Sion erlauben, ansonsten die Zeit des Zürchers in Bern nach eineinhalb Jahren vorzeitig abgelaufen sein könnte. Erschwerend kommt in der Bilanzierung Fortes hinzu, dass er sich mit seinem Team schon in der letzten Saison im Cup gegen Erstligist Le Mont blamiert hatte und ausschied.

Keine Jobgarantie für Forte

Bernerzeitung.ch/Newsnetz erreichte YB-Sportchef Fredy Bickel am Handy in Neapel. «In der ersten Halbzeit haben wir uns bis zum unglücklichen Gegentor gar nicht so schlecht aus der Affäre gezogen, auch wenn mir schon da der Mut gefehlt hat», sagt der Zürcher. «In der zweiten Halbzeit hat uns der Mut dann aber ganz verlassen.» Und zum Spiel gegen Sion am Sonntag sagt Bickel: «Wir dürfen uns keine weitere Niederlage leisten. Aber das gilt für uns alle.»

Und auf Forte angesprochen meint er: «Wir werden in Sachen Trainer bestimmt keinen Schnellschuss machen. Er war und ist im Moment kein Thema.» Nach einer Jobgarantie tönt das allerdings nicht. Und es bleibt ja auch ein bisschen Zeit zu einer Analyse von Fortes Arbeit nach dem Spiel gegen Sion. Denn es steht die Nationalmannschaftspause an, in der die Schweiz am kommenden Samstag in der EM-Qualifikation in St. Gallen gegen Litauen spielt.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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