Piserchias stolze Serie

YB-Interimstrainer Erminio Piserchia ist seit 9 Partien ohne Niederlage. Und der FC Basel feiert am Mittwoch.

Auftrag erfüllt: Erminio Piserchia hat den Europacup erreicht.

Auftrag erfüllt: Erminio Piserchia hat den Europacup erreicht.

(Bild: Marcel Bieri)

Fabian Ruch

Was vielleicht nicht viele Leute wissen: Erminio Piserchia hat als Kind beim FC Aesch gespielt, also beim selben Klub, wo später auch die FCB-Stürmer Alex Frei und Marco Streller waren. Piserchia kennt sich in Basel sehr gut aus, und heute trifft er als YB-Interimstrainer erstmals auf den FCB. «Ich freue mich auf dieses Spiel», sagt Piserchia, «und wir fahren nach Basel, um eine schwierige Saison mit einem Erfolgserlebnis zu versüssen.»

Siegt YB heute im St.-Jakob-Park, und verliert Luzern gleichzeitig in Sion, würden die Berner ja noch Zweite und könnten in der Europa-League-Qualifikation im Sommer zwei Runden später einsteigen. «Es ist schön, geht es noch um etwas», sagt Piserchia. Er hat den Auftrag, den Europacup zu erreichen, erfüllt. Sein Vertrag bei YB als Nachwuchschef läuft noch bis 2014, er möchte nächstes Jahr die Uefa-Pro-Lizenz erwerben, was eineinhalb Jahre dauert. Frühestens im Sommer 2014 also könnte Piserchia, der die Stimmung im YB-Kader merklich verbesserte, als Super-League-Trainer arbeiten. «Es ist nicht so, dass ich mir das nicht zutrauen würde», sagt Piserchia, der seit 2003 bei YB ist. Der 48-Jährige arbeitete viermal als YB-Interimstrainer und ist seit 9 Partien (5 Siege, 4 Remis) ungeschlagen, nachdem er die ersten zwei Spiele verloren hatte.

Grosses FCB-Fest im Stadion

Den neuen Trainer werden die Young Boys vermutlich erst nach Pfingsten präsentierten, die Kaderzusammenstellung wird dann mit dem Nachfolger von Christian Gross weiter vorangetrieben werden. Und heute in Basel wird YB ja mal wieder Zeuge, wie der FCB einen Meisterpokal erhält. Die Begegnung im St.-Jakob-Park wird in sehr feierlichem Rahmen stattfinden, da Basel vor der Partie auch noch mehrere verdienstvolle Spieler wie Benjamin Huggel (hört in der Super League auf) und Xherdan Shaqiri (zu Bayern) verabschieden wird.

Berner Zeitung

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