Müder, glücklicher Sanogo

Die YB-Akteure haben während der Länderspielpause die Batterien ge­laden. Einige waren jedoch im Reisestress. Für Sékou Sanogo hat sich dieser gelohnt. Er ist nun ivorischer Nationalspieler.

Sékou Sanogo: Der 28-jährige Mittelfeldmotor ist am Donnerstag als ivorischer Nationalspieler zu YB zurückgekehrt.

Sékou Sanogo: Der 28-jährige Mittelfeldmotor ist am Donnerstag als ivorischer Nationalspieler zu YB zurückgekehrt. Bild: Keystone

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Die Nationalmannschaftspause war für YB zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Nach der anstrengenden Phase mit der Champions-League-Qualifika­tion und den englischen Wochen waren die Schützlinge von Adi Hütter Ende August im letzten Spiel gegen St. Gallen (2:2) platt. «Die Spieler waren wirklich ausgepresst», sagt Hütter. Für den Trainer stand deshalb in der zweiwöchigen Pause im Vordergrund, «dass die Akkus wieder aufgeladen werden».

Sechs YB-Spieler hatten indes volles Programm. Michel Aebischer und Jordan Lotomba waren mit der Schweizer U-21-Auswahl unterwegs, Roger As­salé und Sékou Sanogo mit der Nationalmanschaft der Elfenbeinküste sowie das Duo Jean-Pierre Nsamé / Nicolas Moumi Ngamaleu mit Kamerun.

«Die Reisen waren anstrengend», gesteht Sanogo. «Von Genf ging es via Paris nach Abidjan, danach zum Spiel gegen Gabun nach Libreville und wieder zurück nach Abidjan. Von dort flogen wir Inland nach Bouake, wo das Rückspiel gegen Gabun stattfand, dann wieder nach Abidjan und schliesslich via Paris und Genf zurück nach Bern.»

Sanogo erzählt den ganzen Reisestress indes keineswegs leidgeplagt, sondern mit einem breiten Lachen. Der 28-Jährige hat allen Grund dazu. Am vergangenen Samstag wurde er beim 3:0-Erfolg in Gabun in der 79. Minute eingewechselt.

«Das waren meine ersten 15 Minuten für die Elfenbeinküste», zählt der Joker die Nachspielzeit gleich mit. «Das ist super, perfekt. Ich bin sehr stolz.» Dem schliesst sich auch YB-Trainer Hütter an: «Die Konkurrenz dort ist riesig. Es ist toll, dass wir Sékou als Nationalspieler rausgebracht haben.»

Eigentlich sollte Sanogo ja längst nicht mehr in Bern sein. Zweimal scheiterte ein Wechsel in die Bundesliga in letzter Sekunde. «Das ist kein Problem», sagt der Mittelfeldmotor. «Mein Fokus gilt YB.»

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(Berner Zeitung)

Erstellt: 09.09.2017, 16:51 Uhr

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