«Mein Start bei YB war richtig beschissen»

Auch Thorsten Schick brilliert im YB-Höhenflug. Der Österreicher spricht über Gespräche im Team, seine Form und Fehleinkäufe.

In Form: Thorsten Schick (r.)

In Form: Thorsten Schick (r.)

(Bild: Keystone)

Fabian Ruch

Wie beurteilen Sie die Leistung der Young Boys beim 5:0-Sieg gegen Vaduz?Thorsten Schick:Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen defensiven Gegner. Wir waren nicht ganz so spritzig, weil wir zuletzt viele Partien bestritten hatten. Aber ich denke, wir haben verdient gewonnen.

Das hört sich nach diesem erneuten Kantersieg erstaunlich zurückhaltend an ... ... nein, nein, natürlich ist es toll, haben wir wieder so hoch gewonnen. Ich fand halt, dass heute bei uns vor allem vor der Pause nicht alles perfekt war. Doch es ist schön, schossen wir wieder so viele Tore, wobei wir ja sogar noch einige Chancen vergaben.

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Welches ist Ihre Erklärung für den Höhenflug der Young Boys? Als es uns vor wenigen Wochen nicht so gut lief, führten wir viele Gespräche. Im Team. Aber auch mit den Trainern. Wir waren ehrlich miteinander, sprachen die Probleme an und sagten uns ins Gesicht, was wir denken.

Was wurde denn bei diesen Sitzungen genau besprochen? Einiges. Wir sagten uns unter anderem, dass wir disziplinierter und konzentrierter spielen müssen. Und dass wir nur als Team Erfolg haben können. Einfache Sachen. Aber es ist entscheidend, dass sich alle daran halten. Es hat gutgetan, in der Gruppe alles zu diskutieren.

Die Rückkehr von verletztgewesenen Leistungsträgern wie Torjäger Guillaume Hoarau half bestimmt auch. Klar, wir waren teilweise schon recht dünn besetzt. Alle werden stärker, wenn Spieler wie Hoarau wieder dabei sind. Auch ich, denn es ist gut, wenn vorne drin Leute sind, die den Ball im Tor versenken können.

«Ich war immer mehr der Vorbereiter.»

Sie haben zuletzt überzeugt und dabei jede Menge Tore vorbereitet, allein vier im Cup gegen GC und nun gegen Vaduz zwei. Wieso läuft es Ihnen selber auf einmal so viel besser? Das hängt alles miteinander zusammen. Wir spielen mit mehr Selbstvertrauen, wir treten offensiv an, erspielen uns viele Chancen. Und, wie gesagt, im Strafraum werden die Flanken stark verarbeitet. Ich war immer mehr der Vorbereiter am Flügel, ein grosser Torschütze werde ich wohl nicht mehr. Zudem bin ich heute fit. Mein Start bei YB im Sommer war richtig beschissen, ich verletzte mich, kam in einer schwierigen Phase zurück, überzeugte auch nicht.

Sie wurden bereits als Fehleinkauf in den Medien bezeichnet ... ... ich bin generell nicht der grosse Zeitungsleser und halte mich nicht sehr oft auf den Portalen im Internet auf. Aber eine gewisse Kritik an mir war sicher berechtigt. Ich war ja selber nicht zufrieden, wie es lief.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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