Kubos Verkauf passt zur neuen YB-Strategie

Sportredaktor Dominic Wuillemin zum Wechsel von Yuya Kubo zu KAA Gent.

Dominic Wuillemin

Seit dem jüngsten Strate­giewechsel letzten Herbst wollen die Young Boys noch stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen, vernünftiger wirtschaften, dereinst schwarze Zahlen schreiben. Der Verkauf von Yuya Kubo passt zu ­dieser Vorgehensweise.

Erstens: Im Angriff leisteten sich die Young Boys vier gestandene Akteure. Kubo, Guillaume Hoarau, Alexander Gerndt und ­Michael Frey sind seit Jahren dabei, alle von ihnen zumindest einmal für das Nationalteam aufgeboten worden. Vier war einer zu viel, ein Luxus. Insbesondere, da die Belastung nach dem Aus in der ­Europa League geringer wird.

Zweitens: Kubos Abgang ist ­verkraftbar.Der Japaner zeigte zwar oft starke Ansätze, agierte aber inkonstant. Die 3,5 Millionen Euro sind auch in Zeiten, in denen die Transfersummen immer irrer werden, eine respektable Zahl. Auch, weil er mit 23 Jahren nicht mehr allzu jung ist. Gut möglich, dass die Young Boys das Angebot der KAA Gent auch ohne den Strategiewechsel ­angenommen hätten.

Drittens: Es gibt Platz im Kader.Talente wie Taulant Seferi oder Kwadwo Duah können nun auf mehr Einsatzgelegenheiten ­hoffen. Und womöglich wird in den nächsten Wochen für die ­Offensive ein Perspektivspieler verpflichtet. Einer, der noch ­entwickelt werden muss. Einer, wie es Yuya Kubo gewesen war, als er 2013 nach Bern gewechselt war.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt