Juve ist Meister – Lichtsteiner erlitt Hirnerschütterung

Sechs Jahre nach dem Zwangsabstieg ist Juventus wieder italienischer Meister. Am vorletzten Spieltag der Serie A sicherten sich die Turiner ihren 28. Scudetto.

Grosse Freude: Die Juve bejubelt den ersten Treffer – Stephan Lichtsteiner (g. r.) ist noch dabei.

Grosse Freude: Die Juve bejubelt den ersten Treffer – Stephan Lichtsteiner (g. r.) ist noch dabei.

(Bild: Keystone)

Die Juve siegte am Sonntagabend in Triest mit 2:0 gegen Cagliari Calcio, während Titelverteidiger AC Mailand im Derby gegen Inter mit 2:4 verlor. Für die «Alte Dame» ist es der erste Meistertitel seit 2003.

Am letzten Spieltag sind die Turiner bei vier Punkten Vorsprung nicht mehr einzuholen. Der Rekordmeister ist in der laufenden Saison noch ungeschlagen. In Triest erzielten Mirko Vucinic und Michele Canini per Eigentor die Treffer für die Turiner. Stephan Lichtsteiner wird den Auftritt von Juventus, wenn überhaupt, in schlechter Erinnerung behalten. Der Schweizer Internationale krachte nach 22 Minuten heftig mit Mauricio Pinilla zusammen und blieb nach dem heftigen Aufprall auf Rücken und Kopf benommen liegen. Sanitäter legten dem Luzerner Aussenverteidiger eine Krause um den Hals und brachten ihn vom Feld direkt ins Spital. Die erste Diagnose lautete Hirnerschütterung. Lichtsteiner, der bei Juve zum Stammpersonal gehört, kam als erster Schweizer in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu Meisterehren in Italien.

Das Jubiläum von Totti

Im Mailänder Derby traf Diego Milito gleich dreimal für Inter, zweimal davon per Strafstoss. Den Schlusspunkt setzte Maicon. Zlatan Ibrahimovic war zweimal für die AC erfolgreich.

Francesco Totti hat sich beim 2:2 seiner AS Roma gegen Catania das Jubiläum versüsst. Der 36-jährige Stürmer bestritt für die Römer sein 500. Serie-A-Spiel und erzielte dabei zwei Tore.Es waren seine Treffer 214 und 215 in der höchsten Spielklasse. Somit fehlt Totti noch ein Tor, um hinter Piola (274) und Nordahl (225) sowie gleichauf mit Meazza und Altafini auf Platz 3 vorzurücken. Im Ranking der Dauerbrenner liegt Totti mit seinen 500 Spielen an Position 13. Diese Rangliste wird wohl noch lange Zeit von Milans Legende Paolo Maldini (647) angeführt.

Dzemaili flog vom Platz

Blerim Dzemaili stand gewissermassen stellvertretend für Napolis Auftritt in Bologna. Der eingewechselte und kurz darauf verwarnte Schweizer Internationale verlor in der hektischen Schlussphase die Nerven und lieferte sich ein Rencontre mit Archimede Morleo. Beide sahen dafür die rote Karte.

Auslöser der Szenen beim Stand von 0:2 aus Sicht von Napoli war ein übles Foul von Zuniga gewesen. Die Neapolitaner, die aus den letzten acht Partien nur sieben Punkte holten, mussten Rang 3 an Udinese (2:0 gegen Genoa) abgeben. Auch Lazio Rom zog durch das 2:0 in Bergamo vorbei.

fal/si

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