«Ich war beim Penalty nicht nervös»

Die U-21-Nati empfängt am Montag in Thun in der EM-Qualifikation die Ukraine. Yvon Mvogo war am Donnerstag beim 2:0 in Kroatien einer der Matchwinner. Der YB-Keeper spricht über Nervosität, die «YB-Bande» und die A-Nationalmannschaft.

Yvon Mvogo feierte im ersten Spiel seinen ersten Sieg.

Yvon Mvogo feierte im ersten Spiel seinen ersten Sieg.

(Bild: Andreas Blatter)

Yvon Mvogo, am vergangenen Donnerstag standen Sie erstmals für die U-21 im Einsatz. Ein wahres Traumdebüt. Yvon Mvogo: «Das kann man wohl sagen. Es war mein erster offizieller Match für die U-21, und es hätte tatsächlich nicht besser ablaufen können.»

Sie wehrten sogar einen Penalty ab. Waren Sie vor dem Schuss nervös? Nein, eigentlich nicht. Ich kannte ja meine Fähigkeiten und war zudem nach der vorherigen Videoanalyse ziemlich sicher, in welche Ecke der Captain schiessen würde. So gesehen war es eine Parade des ganzen Teams, aber am Schluss habe natürlich ich den Ball gehalten.

Wann wussten Sie, dass Sie zum Einsatz gelangen würden? Das hat sich in der Woche des Spiels abgezeichnet. Ich wusste einfach, ich muss bereit sein, wenn meine Chance kommt. Ob das heute ist, in zwei Wochen oder zwei Monaten, ist nicht so wichtig. Bei YB habe ich ja die gleiche Ausgangslage.

Stichwort YB: In dieser U-21 stehen gleich vier Spieler Ihres Klubs, alle so jung, dass sie auch noch in der nächsten Kampagne dabei sein können. Stammt die Zukunft des Schweizer Fussballs aus Bern? (lacht) Das dürfen wir hoffen. Mit Haris Tabakovic, Michael Frey und mir waren wir oft zu dritt, nun ist Leonardo Bertone dazugekommen. Bei YB wird für den Nachwuchs gute Arbeit geleistet, und wir pushen uns gegenseitig nach vorne.

Wer in der jüngeren Vergangenheit in der U-21 glänzte, spielt heute im A-Team. Ist diese Durchlässigkeit eine zusätzliche Motivation? Auf jeden Fall. Spieler wie Josip Drmic oder Pajtim Kasami waren noch vor kurzem bei uns und gehören nun schon bei Herrn Hitzfeld zum Stamm. Wir wissen, dass wir unsere Chance erhalten, wenn wir weiter hart arbeiten, und das treibt jeden von uns noch mehr an.

Zurück in die Gegenwart: Was erwarten Sie vom Spiel gegen die Ukraine? Sie haben ein starkes Team, das wird schwierig. Wir dürfen uns nicht auf dem Sieg gegen Kroatien ausruhen, dürfen nicht denken, dass wir schon fast qualifiziert sind, sonst kassieren wir eine Ohrfeige. Wir müssen unsere Stärken wieder ausspielen, dann bin ich zuversichtlich, dass uns erneut eine sehr gute Partie gelingen wird.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt