«Ich bin so, wie ich auf dem Platz spiele»

Gestern traf Raul Bobadilla bei seinem künftigen Arbeitgeber in Basel ein: Der argentinische Stürmer spricht im Interview über seine Pläne am Rheinknie.

Sollen Bobadillas Temperament kanalisieren: FCB-Präsident Bernhard Heusler (l.) und Trainer Murat Yakin (r.).

Sollen Bobadillas Temperament kanalisieren: FCB-Präsident Bernhard Heusler (l.) und Trainer Murat Yakin (r.).

(Bild: Keystone)

In Buenos Aires hält der Sommer Einzug, während in Basel kalte und in Davos noch kältere Temperaturen herrschen. Gestern ist Stürmer Raul Bobadilla aus der argentinischen Hauptstadt in die Schweiz zurückgekehrt, nach Basel, zu seinem künftigen Arbeitgeber. Heute wartet für den Abwanderer der Berner Young Boys der nächste Klimaunterschied, wenn der FCB sein viertägiges Höhenlager in Davos aufschlägt.

Seine neue Heimat in Basel kennt der Argentinier bereits von seiner Zeit in der damaligen Nationalliga B beim FC Concordia zwischen 2006 und 2007. Nun, da Bobadilla sich via GC, Gladbach und YB einen Namen erarbeitet hat, kehrt er mit einem Vertrag über viereinhalb Jahre an das Rheinknie zurück.

Raul Bobadilla, für Sie kam gemäss einem Communiqué der Berner Young Boys nur der FC Basel als mögliche nächste Station infrage. Weshalb?Der FCB ist national und international ein grosser Verein, der sich sehr um mich bemüht hat. Hinzu kommt, dass mit Murat Yakin ein Trainer auf mich wartet, den ich von meiner Zeit bei GC und bei Concordia bestens kenne.

Beschreiben Sie doch bitte Ihr Verhältnis zu Trainer Murat Yakin. Wie wichtig ist er für Sie?Muri hat mir bereits geholfen, als ich noch ein Niemand war. Ihm habe ich vieles zu verdanken: meine Entwicklung, meine Karriere.

In Mönchengladbach und zuletzt in Bern haben Sie mit Unsportlichkeiten auf dem Fussballplatz von sich reden gemacht. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League hat Sie aufgrund einer Tätlichkeit am 25. November gegen Lausanne für sieben Spiele gesperrt. Vier davon müssen Sie nun in Basel absitzen. Fällt es Ihnen schwer, Ihr Temperament im Griff zu haben?Ich bin so, wie ich auf dem Platz spiele: temperamentvoll. Natürlich war diese Aktion gegen Lausanne ein Fehler – einer, der mir nicht mehr passieren sollte. Ich strafte mich nur selber damit. Yakin wird mir dabei helfen, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich brauche die Gespräche mit dem Trainer, das Vertrauen, dann kommen solche Dinge nicht mehr vor.

Trotz Ihrer Einsicht: Werden Sie gegen die Spielstrafen Rekurs einlegen?Ja, das werde ich, denn ich möchte endlich spielen.

Mit Marco Streller und Alex Frei wartet grosse Konkurrenz auf Sie im Angriff. Belastet Sie das?Konkurrenz ist immer positiv, ich freue mich darauf. Es ist an mir, zu zeigen, dass ich spielen darf.

Sie haben sich die Rückennummer 17 ausgesucht. Ihr Vorgänger spielt nun beim FC Bayern München.Genau deshalb habe ich die Nummer 17 gewählt. Xherdan Shaqiri ist ein grossartiger Spieler, der es allen gezeigt hat.

Ist eine Rückkehr in eine der europäischen Topligen ein Ziel von Ihnen?Vorerst möchte ich mit dem FCB die Meisterschaft gewinnen und die Champions League erreichen. Ich denke nicht darüber hinaus, weil ich nur Basel im Kopf habe. Meine Ziele beschränken sich auf den FCB.

Basler Zeitung

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