Hoaraus Serie ist gerissen, Freys Kredit verspielt

YB-Stürmer Guillaume Hoarau glänzt gegen den FCZ mit neuer Frisur, Kopfballkraft und nüchterner Analyse.

Gelb-gelb-schwarz: YB-Stürmer Guillaume Hoarau.

Gelb-gelb-schwarz: YB-Stürmer Guillaume Hoarau. Bild: Keystone

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Er ragt wie immer heraus, doch für einmal ist es nicht nur die Grösse allein, welche Guillaume Hoarau vom Rest abhebt. Gelb-Gelb-Schwarz, das ist die Kombination, in welcher der Franzose mit seiner neuen Frisur im YB-Trikot daherkommt. «Viel überlegt habe ich beim Friseur eigentlich nicht», sagt Hoarau lachend, «aber Gelb ist ja jetzt nicht so abwegig.» Der neue Lack bringt ihm fürs Erste noch keinen persönlichen Erfolg: Im Spiel gegen den FCZ beendet Hoarau seine Serie von acht Spielen mit jeweils mindestens einem Tor. «Ich war nicht einmal sicher, wie viele es wirklich sind.» Vor sieben Jahren war für FCB-Stürmer Alex Frei bei gleich vielen Spielen Schluss.

Es ist für YB an diesem Tag bezeichnend, streicht ein Kopfball Hoaraus einmal knapp am Pfosten vorbei, wird ein zweiter mirakulös von FCZ-Goalie Yanick Brecher pariert – und markiert am Ende Mittelfeldpuncher Sékou Sanogo das Tor des Tages. «Wir können immer treffen», sagt Hoarau, «und sind eben im Moment nicht so einfach auszurechnen.» Dass bei den Young Boys an diesem Nachmittag bei weitem nicht alles perfekt zusammenpasst, stellt der entspannte Angreifer auch gar nicht in Abrede. «Man kann vieles besser machen», sagt er und fügt augenzwinkernd an, «aber man kann dieses Spiel auch verlieren.»

So etwas kommt YB natürlich leichter über die Lippen als dem FCZ, dessen letzter Sieg schon vier Runden zurückliegt. Offensiv bekunden die Zürcher Mühe. Dass mit Michael Frey der Angreifer mit der zweitbesten Quote aus disziplinarischen Gründen fehlt, passt ins Bild. «Ich möchte das nicht grösser machen, als es ist», sagt Trainer Ludovic Magnin nur. «Und Einzelkritiken gab es von mir noch nie öffentlich.» (mrm)

Erstellt: 16.04.2018, 06:29 Uhr

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