Geknickte Hoffnungen

Am Montag jährt sich Thuns Champions-League-Auftritt gegen Amsterdam im Stade de Suisse zum zehnten Mal.

Ajax feierte, nachdem Nourdin Boukhari zum 2:4 traf.

Ajax feierte, nachdem Nourdin Boukhari zum 2:4 traf.

(Bild: Keystone)

An die Spiele in der Champions League hatten sich die Spieler des FC Thun mittlerweile gewöhnt. Im vierten Gruppenspiel, heute vor 10 Jahren, fiel jedoch eine Vorentscheidung. Im Heimspiel gegen Ajax Amsterdam hätten die Berner Oberländer zumindest ein Unentschieden benötigt, um im Gespräch für einen der beiden ersten Plätze der Tabelle zu verbleiben. Nach 90 Minuten stand es 2:2. Wesley Sneider (0:1) und Ryan Babel (1:2) hatten für die Niederländer getroffen. Mauro Lustrinelli und Adriano glichen jeweils aus.

In der Schlussphase wankte Ajax, die Thuner hatten Topchancen, scheiterten aber an mangelhafter Effizienz – und in der Nachspielzeit knickte Nigel de Jong mit dem 2:3 im ausverkauften Stade de Suisse sämtliche Hoffnungen des Heimteams. Als Nourdin Boukhari später sogar noch zum 2:4 einschob, befanden sich etliche enttäusche Fans bereits auf dem Heimweg.

Thuns Auftritte auf der grössten europäischen Bühne hatten auch neben dem Feld Auswirkungen. Der Verein war vom Abenteuer «Champions League» ab und zu überfordert, und der Glanz des Erfolgstrainer Urs Schönenberger begann im Herbst zu bröckeln. Eine Vertragsverlängerung wurde hinausgeschoben – wie wir heute wissen, überstand «Longo» die Saison in Thun nicht.

Die europäischen Stationen des FC Thun 2005 sehen Sie hier:

stü/BZ

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