Fussball-EM: Das sind die wichtigsten Regeländerungen

Kurz vor EM-Beginn ist die umfangreichste Regelreform im Fussball wirksam geworden. Im Folgenden die wichtigsten Neuerungen.

Bei einer Grätsche nach dem Ball im Strafraum etwa soll eine Notbremse nicht mehr mit Penalty und Rot bestraft werden, sondern mit Elfmeter und Gelb.

Bei einer Grätsche nach dem Ball im Strafraum etwa soll eine Notbremse nicht mehr mit Penalty und Rot bestraft werden, sondern mit Elfmeter und Gelb.

(Bild: Keystone)

Seit dem 1. Juni gelten 95 neue Regeln, die das International Football Association Board (Ifab) im März beschlossen hat. Bei manchen Veränderungen geht es um klarere Formulierungen dazu, Verwirrung zu vermeiden. Vor allem aber soll das Spiel fairer gemacht werden.

Die wichtigste Neuerung wurde allerdings vom Uefa- Exekutivkomitee beschlossen und nicht vom Ifab. Erstmals gibt es auch bei einer EM die Torlinientechnik. Zuvor kam diese bereits an WM-Spielen und Partien der europäischen Top-5-Ligen zur Anwendung. Der wichtigste Ifab-Entscheid betrifft die umstrittene Dreifachbestrafung, die entfallen kann: Bei einer Grätsche nach dem Ball im Strafraum etwa soll eine Notbremse nicht mehr mit Penalty und Rot bestraft werden, sondern mit Elfmeter und Gelb. Zieht der Verteidiger aber am Trikot des Gegenspielers oder versucht gar nicht, den Ball zu spielen, kann es weiterhin Rot geben – ebenso bei einer Tätlichkeit.

Weiter sind neu kurze Behandlungen von verletzten Spielern auf dem Platz möglich. Sie sind erlaubt, wenn ein Spieler verletzt und das Foul mit einer Karte geahndet wird. Bislang musste der Verletzte neu eintreten, die Partie ging dann weiter.

Bei Penaltys gibt es nun härtere Strafen gegen Verstösse bei der Ausführung. Stoppt der Schütze etwa beim Anlauf komplett ab oder schiesst überraschend ein zweiter Spieler, gibt es einen Freistoss für die andere Mannschaft. Zudem kann es eine Gelbe Karte für den Schützen geben. Bewegt sich der Goalie zu früh von der Linie nach vorne und geht der Ball dann nicht rein, wird der Torhüter verwarnt. Wiederholung gab es deswegen auch vorher schon.

Ein Platzverweis ist nun möglich, sobald der Schiedsrichter das Spielfeld begutachtet. Wird ein Spieler vor der Partie ausgeschlossen, darf der Coach einen neuen Spieler aufstellen.

Geht ein Schuh verloren, darf der Betroffene bis zum nächsten Spielunterbruch weiterspielen. Die Regelung gilt so auch für Schienbeinschoner.

sda

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