FC Breitenrain: Eklat nach dem Spiel

Mehr zu reden als die 0:2-Niederlage gegen Kriens, den Leader der Promotion League, gibt nach dem Spiel eine interne Auseinandersetzung beim FC Breitenrain.

Peter Berger@PeterBerger67

Die Promotion-League-Partie zwischen Breitenrain und Kriens zum Nachschauen im Stream. Quelle: MyCujoo

Breitenrains Trainer Gian-Luca Privitelli, der vor wenigen Tagen verlängert hat, will die Mannschaft nach dem Abpfiff gegen Kriens (0:2) noch einmal an der Mittellinie im Kreis versammeln. Sehr zum Missfallen von Anto Franjic.

Der Goalgetter schimpft wie ein Rohrspatz und marschiert schnurstraks Richtung Garderobe. «Ich bin schuld, weil ich nicht da war. Dabei hatte ich immerhin noch zwei Chancen. Und wenn ich einen Match entscheide, ist es auch nie gut», schnauzt der 30-jährige Stürmer den Trainer an. Einem Mitspieler gelingt es immerhin, Franjic zurück in den Kreis zu holen. Sobald Privitelli seine Ansprache beendet hat, macht er sich aber definitiv aus dem Staub.

Franjic nicht im Training

Der Hintergrund des Eklats: Franjic hat sich die ganze Woche verabschiedet, absolvierte keine Trainings. Privitelli lässt den Knipser, der mit 15 der 44 Treffern mehr als einen Drittel der Breitenrain-Tore erzielt hat, wegen der Absenz vorerst auf der Ersatzbank. Sekunden nach seiner Einwechslung hat Franjic in der 70. Minute dann schon die erste Chance, steht dabei aber im Offside.

In der 81. Minute zwingt er Kriens’ Goalie Sebastian Osigwe mit einem Freistoss und der gefährlichsten FCB-Aktion nach der Pause zu eine Parade. Trainer Privitelli will sich zum Disput nicht äussern, sagt bloss: «Ich habe kein persönliches Problem mit Anto Franjic.»

Breitenrain zu harmlos

Ob es letztlich am fehlenden Goalgetter auf dem Platz lag, sei dahingestellt. Fakt ist, Breitenrain hatte gegen den Leader keine Chance. Zwar überliessen die aufstiegswilligen Innerschweizer den Gastgebern das Spieldiktat. «Ich habe hier noch nie ein Spiel erlebt, in dem wir derart viel Ballbesitz hatten», meinte Privitelli. Der FCB-Trainer hielt indes auch fest: «Aber das nützt nichts.» Denn gefährliche Abschlüsse gestanden die Krienser den Bernern nicht zu. Selber schalteten sie resolut um.

Nach einem abgewehrten FCB-Corner lancierte Torhüter Osigwe sofort den Gegenangriff. Der frühere Luzern-Stürmer Nico Siegrist schloss diesen schliesslich zum 1:0 ab. Auch beim zweiten Gegentreffer in der 89. Minute liessen sich die Berner nach einem Ballverlust übertölpeln.

Dass die Krienser in der Nachspielzeit noch einen Penalty verschossen, war zu diesem Zeitpunkt längst nebensächlich geworden. Erst recht nach dem Eklat nach dem Abpfiff.

Berner Zeitung

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