Andermatts Entlassung beim Schlusslicht

Der FC Aarau nimmt die letzten sieben Runden der ASL-Saison mit einem neuen Trainergespann in Angriff. Nach dem 0:4 in Sitten stellte der TabellenletzteMartin Andermatt und dessen Assistenten Alexander Weiss per sofort frei.

Glücklos: Martin Andermatt ist beim FC Aarau gescheitert.

Glücklos: Martin Andermatt ist beim FC Aarau gescheitert.

(Bild: Keystone)

Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt Ranko Jakovljevic zusammen mit Reto Jäggi (Physiotherapeut mit den notwendigen Trainerdiplomen) die Mannschaft, die in der Auswärtspartie gegen den FC Sion eine desaströse Leistung geboten hatte. Der 43-jährige Jakovljevic führte bis am Montag das erfolgreiche Team Aargau U21 (Leader der Gruppe 3 der 2. Liga interregional), davor hatte der 1991 in die Schweiz gekommene Bosnier andere Juniorenteams des FC Aarau sowie die Oberwalliser Vereine Naters und Visp gecoacht.

Als Grund für Andermatts Entlassung gab der Verein, der sieben Punkte hinter dem Barrageplatz (Bellinzona) zurückliegt und den direkten Abstieg in die Challenge League wohl nur durch ein sportliches Wunder verhindern kann, «ungenügende Resultate» an. Angesichts der miserablen Bilanz liest sich diese Begründung fast verharmlosend: Aarau hat 22 der 29 Saisonspiele verloren. In 17 Partien unter Andermatt holten die einst als «unabsteigbar» beezichneten Aargauer (seit 1981 erstklassig) sechs Punkte und damit nur gerade einen mehr als in zwölf Partien unter Jeff Saibene.

Erinnerungen an Gilbert Gress

Bereits vor drei Jahren hatte Aarau in einer ähnlich ausweglosen Situation die Notbremse gezogen und einen Trainerwechsel (Gilbert Gress für Ryszard Komornicki) vollzogen. Mit Gress machten die auch damals letztklassierten Aarauer in den letzten drei Runden drei Punkte Rückstand auf Schaffhausen wett und setzten sich dann in der Barrage gegen Bellinzona durch.

Der 49-jährige Andermatt, der einst den SSV Ulm in die 1. Bundesliga geführt hatte, war zuletzt Anfang der Saison 2008/09 von den Young Boys entlassen worden. Danach konnten sich die Berner unter Vladimir Petkovic endgültig an der Spitze der Super League etablieren.

fal/si

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