«Es wird schwierig, gegen Schachtar weiterzukommen»

YB-Mittelfeldspieler Leonardo Bertone spricht über das heutige Spiel gegen Schachtar, seine Rolle im Team und die Euro 2016.

Leonardo Bertone ist überzeugt: «Man wird belohnt, wenn man seriös und hart arbeitet.»

Leonardo Bertone ist überzeugt: «Man wird belohnt, wenn man seriös und hart arbeitet.»

(Bild: Keystone)

Leonardo Bertone, was wissen Sie über Schachtar Donezk?
Leonardo Bertone: Es ist ein europäisches Spitzenteam mit starken Einzelspielern. Die Mannschaft besitzt in der Offensive eine hohe Qualität.

Hatten Sie vor der Auslosung auf einen anderen YB-Gegner in der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League gehofft?
Für mich gibt es keine Wunschgegner oder Lieblingsgegner. Wir können es ja sowieso nicht beeinflussen. Klar wird es schwierig, gegen Schachtar weiterzukommen. Aber das ist eine riesige ­Herausforderung für uns.

Wie sehen Sie generell die Chancen für YB, in diesem Sommer die Champions League zu erreichen?
Es ist ein sehr weiter Weg, wir gehen Schritt für Schritt. Im Fussball ist immer alles möglich, und wenn wir an einem Wettbewerb teilnehmen, dann wollen wir auch das Maximum erreichen.

Sie selber sind mit einer starken Leistung und einem Tor beim 2:0-Sieg in St. Gallen toll in die Saison gestartet. Wie sehen Sie Ihre ­Rolle im Team?
Es war wichtig, dass wir mit drei Punkten gestartet sind. Ich freue mich, wenn ich dem Team helfen kann, wir haben viele Spiele in diesen Wochen, da tut es gut, mit einem Erfolgserlebnis zu starten.

War die Eckballvariante, die zum 1:0 durch Sie führte, eigentlich wirklich so einstudiert?
Es war eine der Varianten, die wir vorbereitet hatten. Ich schiesse ja nicht viele Tore und schon gar nicht nach Eckbällen. Deshalb freut es mich umso mehr, hat es auf diese Weise geklappt.

Im zentralen YB-Mittelfeld hat es mit Denis Zakaria, Sékou Sanogo, Milan Gajic und Ihnen vier Spieler für zwei Positionen. Wo sehen Sie sich in der Hierarchie?
Es gibt keine Hierarchie. Die Auswahl ist bei uns auf allen Positionen gross, und das ist auch wichtig, weil wir so viele Spiele haben.

Für wen schlug eigentlich Ihr Herz an der Euro?
Zuerst für Italien, später für Frankreich. Leider scheiterten beide gegen Ende des Turniers.

Und was nimmt man als Fussballprofi mit von so einem ­Turnier, bei dem der spielerische Gehalt eher bescheiden war?
Ich fand es trotzdem interessant. Die EM hat gezeigt, dass es keine Kleinen mehr gibt. Island, Wales, Nordirland kamen weiter. Das ist ein schönes Zeichen.

YB soll am Dienstag bei Schachtar also wie Island spielen?
(lacht) Ja, warum denn nicht?

Und wann holen die Young Boys endlich wieder einen Titel?
Damit dürfen sich die Medien befassen, wir konzentrieren uns auf unseren Job. Man wird belohnt, wenn man seriös und hart arbeitet. Daran glaube ich.

Berner Zeitung

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