Eine unmögliche Mission und ein schweres Handicap

YB steht heute Abend in der Europa League vor dem fast sicheren Aus. Und in der Meisterschaft steht Basels engster Verfolger vor einer delikaten Aufgabe.

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Thomas Niggl@tagesanzeiger

Der Schwede Alexander Gerndt feierte nach einer fast einjährigen Verletzungspause mit zwei Toren gegen den FC Basel eine wundersame Auferstehung. Basels Taulant Xhaka hatte den Stürmer damals mit einem üblen Foul schwer am Fuss verletzt. «Er ist ein super Typ und passt hervorragend in unsere Mannschaft. Ich freue mich wahnsinnig für ihn, dass er den schweren Weg zurück gefunden hat», sagt YB-Sportchef Fredy Bickel nach dem 4:2-Sieg über Basel.

Es sei wohl die beste Saisonleistung der ganzen Mannschaft überhaupt gewesen. «Uli Forte hat die Mannschaft glänzend eingestellt. Wir waren auf den Punkt parat. Es war somit für Basel nicht einfach, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen.»

«Wir wissen, wo wir hingehören»

Euphorisch werden mag der Zürcher indes nicht sein. «Wir haben immer noch fünf Punkte Rückstand auf Leader Basel und bloss einen Zähler Vorsprung auf den drittplatzierten FCZ. Wir wissen sehr wohl, wo wir hingehören. Und das ist auf einem Rang in den ersten drei Positionen.» Er habe gleich nach dem Sieg über Basel die Spieler dazu gemahnt, jetzt ja nicht abzuheben.

Denn schon im nächsten Super-League-Spiel in Thun am kommenden Sonntag müssen die Berner mit einem schweren Handicap antreten. Abwehrchef Milan Vilotic und Torjäger Guillaume Hoarau, der gegen Basel mit dem vierten Treffer alles klarmachte, sind gesperrt. Heute Abend steigt für YB in Liverpool noch das Rückspiel in den Sechzehntelfinals der Europa League beim FC Everton. Eine unmögliche Mission.

«Mal sehen, was dann passiert»

Denn die 1:4-Niederlage im eigenen Stadion ist eine zu grosse Hypothek, um das Wunder von Liverpool noch zu schaffen. «Wir wollen uns mit Anstand und einem guten Spiel aus dem Wettbewerb verabschieden», sagt Bickel, der insgeheim aber doch noch auf eine Sensation hofft. «Vilotic und Hoarau sind in England ja noch dabei. Ich gehe davon aus, dass sie auch spielen. Mal sehen, was passiert. Aber zum Träumen ist es wohl definiv zu spät.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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