Eine Liebe vor der Zerreissprobe

Privat hat Bastian Schweinsteiger sein grosses Glück gefunden, bei Bayern München bahnt sich nach 17 Jahren die Trennung an.

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Sebastian Rieder@RiederSebastian

Er ist Weltmeister, Champions-League-Sieger und war achtmal deutscher Meister – die Meriten von Bastian Schweinsteiger sind märchenhaft und machen den Bayern-Star in München zu einer lebenden Legende. Er ist der Liebling der Fans, die Kultfigur in der Kurve, das Urgestein des deutschen Rekordmeisters. Seit seiner Kindheit kickt der 30-jährige Schweinsteiger bei den Bayern, eine Beziehung wie zwischen Bier und Backhendl – scheinbar.

Gut möglich, dass Schweinsteiger das nächste Oktoberfest nach 17 Jahren erstmals verpassen wird. Die Zeichen stehen auf Abschied; so zumindest sind die Signale der vergangenen Saison zu werten. Das Verhältnis zu Pep Guardiola ist auf dem Gefrierpunkt und die Liebesgrüsse aus England so gross wie nie zuvor. Manchester United hat sein Interesse angemeldet. Louis van Gaal hat die Verdienste seines früheren Spielmachers zu gemeinsamen Bayern-Zeiten noch in bester Erinnerung.

Vertrag bis 2016

Seit der WM in Brasilien klebt dem Captain der deutschen Nationalmannschaft das Pech am Fuss. Ein Problem an der Patellasehne setzte ihn zu Beginn der Saison mehrere Monate ausser Gefecht. Erst Ende November schaffte er den Sprung zurück ins Team, die bevorzugte Position im defensiven Mittelfeld verlor er aber zusehends an Xavier Alonso oder Philipp Lahm. In der Hierarchie von Pep Guardiola spielt Schweinsteiger nur eine Nebenrolle, zu wenig für den 109-fachen Nationalspieler.

Ein Jahr dauert der Vertrag mit den Bayern noch, eine Verlängerung scheint unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Zumindest ist es für Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge die wohl letzte Gelegenheit für Schweinsteiger, eine attraktive Ablösesumme auszuhandeln. Gegenüber «Sport Bild» sagte Rummenigge kürzlich: «Wir würden nur über einen Wechsel nachdenken, wenn Bastian mit einem konkreten Wunsch auf uns zukommen würde.»

Bummeln mit Ana

Ein klares Liebesbekenntnis klingt anders, und auch Schweinsteiger hält sich mit einem Treueschwur zurück. «Ich habe mit dem Herrn Karl-Heinz Rummenigge ausgemacht, dass wir im Sommer miteinander sprechen, wie die Zukunft aussieht. Ich habe ja noch ein Jahr einen Vertrag, von daher gibt es da keine Eile, und jetzt ist Frühsommer.» Diese Aussage ist zwei Wochen alt, seither ist es verdächtig still geworden.

Das frostige Verhältnis zu den Bayern steht bei Schweinsteiger derzeit im deutlichen Gegensatz zu seinem Leben neben dem Platz. An der Seite der serbischen Tennisspielerin Ana Ivanovic bildet der Münchner für die Paparazzi die neuste Romanze in der Sportwelt. Ob an den French Open in Paris, am Turnier in Rom oder ganz einfach nur Bummeln in Belgrad – für die Liebe scheint für Schweinsteiger kein Weg zu weit. Vielleicht auch im Fussball. Nächste Destination: Manchester.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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