Eine Frage der Grösse

Adi Hütter bestreitet seine letzte Woche als YB-Trainer. Er spricht von unvergesslichen Emotionen und fokussierten Spielern.

Die Zeit bei YB ist für Trainer Adi Hütter bald vorbei.

Die Zeit bei YB ist für Trainer Adi Hütter bald vorbei.

(Bild: Raphael Moser)

Dominic Wuillemin

Als Adi Hütter vor knapp drei Jahren nach Bern gekommen ist, hätten die Leute gefragt: «Adi wer? Was, wie, wo?» So erzählt er das am Mittwoch beim Medientermin im Stade de Suisse.

Der YB-Trainer ist gerade dabei, die letzten Wochen Revue passieren zu lassen. Er spricht von unglaublich emotionalen Momenten, von Ereignissen, die er für immer in Erinnerung behalten werde. Die Meister­feier nach dem Sieg gegen Luzern Ende April etwa oder die Fixierung des Wechsels in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt, mit dem er sich einen weiteren Traum erfüllt hat.

Und natürlich der Meisterumzug durch die Stadt am Sonntag, das Bad in der Menschenmenge. Der Österreicher erwähnt, wie ihm Fans da gesagt hätten, wie traurig sie über seinen Abschied seien. Eine negative Stimme hätte er hingegen nicht gehört. «Diese Wertschätzung zu spüren, berührt mich unglaublich.»

Feier als Energiespender

Die letzten Tage von Adi Hütter als YB-Trainer haben mit grossen Gefühlen begonnen, sie sollen am Sonntag mit ebensolchen zu Ende gehen. «Wir haben eine tolle Aufgabe vor uns. Den Cupfinal zu bestreiten, ist eine Ehre», sagt Hütter.

Am Dienstag begann die Vorbe­­reitung auf die Partie gegen den FC Zürich mit einer lockeren Einheit, am Mittwoch nun zog der Trainer das Tempo an. Und was er sah, gefiel ihm: «Das Team macht einen guten Eindruck.»

Hütter erwähnt, dass seine Spieler mit dem Cupfinal vor Augen die Feierlichkeiten von sich aus gedrosselt hätten. «Der Meisterumzug zeigte ihnen eindrücklich, was sie mit dem Meistertitel ausgelöst haben. Diese Energie werden sie mitnehmen.»

Der linke Aussenverteidiger Loris Benito formuliert es so: «Erst am Sonntag haben wir realisiert, was wir erreicht haben. Die Begeisterung bei den Leuten zu sehen, das macht einen stolz und macht Hunger auf mehr.» Mehr ist im Fall der Young Boys der Dou­ble-Gewinn am Sonntag, es wäre der erste seit sechzig Jahren.

Zum Schluss wird Adi Hütter gefragt, ob er denke, dass der Cupfinal an seinem Status in Bern etwas ändern könne. Er sagt, er hoffe es nicht. Wobei, fügt er an: «Es besteht ja auch die Chance, dass er noch grösser wird.»

Berner Zeitung

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