«Die Niederlage ist bitter»

GC steht nach dem 1:2 im Heimspiel der Europa-League-Playoffs gegen die Fiorentina vor dem Aus. Die Reaktionen von GC-Goalie Bürki, Captain Salatic und Trainer Skibbe im Video.

«Zwei Tore in Florenz sind nicht unmöglich»: GC-Goalie Roman Bürki im Interview mit Bernerzeitung.ch/Newsnetz.

Nach der Heimniederlage müssen die Grasshoppers in einer Woche in Florenz wohl mit zwei Toren Differenz gewinnen, ausser sie erzielen drei Treffer. Dann würde auch ein knapper Sieg reichen. Gemessen an der Dominanz der Italiener über weite Strecken des Hinspiels ist jedoch damit zu rechnen, dass die europäische Saison der Grasshoppers demnächst zu Ende geht. «Die Niederlage ist bitter, aber wir sind immer noch optimistisch», sagt GC-Goalie Roman Bürki, «zwei Tore in Florenz sind nicht unmöglich. Und so lange es möglich ist zu gewinnen, werden wir alles daran setzen.» Die Statistik spricht im Moment klar gegen GC. Die Zürcher haben von den letzten sechs Pflichtspielen nur eines gewonnen – am letzten Samstag im Cup gegen Erstligist Kriens.

Bis zur 46. Minute waren die Grasshoppers mit 0:2 in Rückstand geraten. Nach 13 Minuten entwischte Flügelstürmer Juan Cuadrado dem GC-Aussenverteidiger Dusan Pavlovic und drosch den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. Und 18 Sekunden nach Beginn der zweiten 45 Minuten wurde Mario Gomez von Giuseppe Rossi alleine vor dem Tor angespielte, umdribbelte Keeper Roman Bürki, ehe Stéphane Grichting den Ball ins eigene Tore spedierte. Erst nach dem deutlichen Rückstand wurde GC mutiger und kam seinerseits zu ein paar gefährlichen Torszenen. Dabei gelang Anatole Ngamukol in der 64. Minute mittels Kopfball nach Flanke von Michael Lang aus kurzer Distanz das Anschlusstor.

Viele Fragezeichen bei den Hoppers

Trotz der optischen Überlegenheit in der Schlussphase war der Auftritt der Grasshoppers vor den Augen von Bundestrainer Jogi Löw enttäuschend. Sie liessen fast eine Stunde lang jegliche Überzeugung vermissen und hatten zu viel Respekt vor dem prominenten Gegner. Das wäre nicht nötig gewesen. Die Fiorentina bestritt in Zürich ihr erstes Pflichtspiel der Saison und war noch nicht im Wettkampfrhythmus. Zudem waren die Italiener durchaus leicht verunsichert nach Zürich gereist, nachdem sie in der Vorbereitung alle nennenswerten Testspiele verloren hatten.

GC-Captain Vero Salatic, der wie viele seiner Kollegen einen rabenschwarzen Abend eingezogen hatte, sagte gegenüber SRF: «Die frühen Gegentore haben uns das Genick gebrochen. Die Zuteilung hat einfach nicht gestimmt.» Ans Rückspiel mochte Salatic schon gar nicht denken. «Wir müssen uns zuerst sammeln und die Partie gegen YB in Angriff nehmen.»

Grasshoppers - Fiorentina 1:2 (0:1) Letzigrund. - 15'033 Zuschauer. - SR Jug (Sln). - Tore: 13. Cuadrado 0:1. 46. Grichting (Eigentor) 0:2. 64. Ngamukol 1:2. Grasshoppers: Bürki; Michael Lang, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Hajrovic (82. Feltscher), Abrashi (77. Caio), Toko, Gashi (57. Ben Khalifa); Ngamukol. Fiorentina: Roncaglia, Rodriguez, Savic; Cuadrado, Ambrosini, Pasqual (75. Alonso); Borja Valero (82. Fernandez), Aquilani; Rossi (67. Ljajic), Gomez. Bemerkungen: Grasshoppers ohne Sead Hajrovic (verletzt). Fiorentina ohne Pizarro (verletzt). Verwarnungen: 57. Gashi (Foul). 87. Neto (Unsportlichkeit). 95. Ambrosini (Foul).

fal/si

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