Die Bonus-Sammler von YB

Denis Zakaria und Yvon Mvogo bestreiten derzeit mit der Schweiz die Vorbereitung in Lugano. Die jungen YB-Spieler teilen sich ein Zimmer. Und die Hoffnung auf eine EM-Teilnahme.

Hoffen auf eine EM-Teilnahme: Denis Zakaria (links, 19-jährig) und Yvon Mvogo (rechts, 21-jährig).

Hoffen auf eine EM-Teilnahme: Denis Zakaria (links, 19-jährig) und Yvon Mvogo (rechts, 21-jährig).

(Bild: Keystone)

Dominic Wuillemin

Eigentlich wäre jetzt Zeit für Ferien. Die Super League ist beendet, die YB-Teamkollegen verreisen, einer nach dem anderen. Auch Captain Steve von Bergen zog es gestern in den Süden. Allerdings zur Nationalmannschaft, die zur EM-Vorbereitung in Lugano weilt.

Im Nobelhotel Villa Sassa residieren seit Montag mit Yvon Mvogo und Denis Zakaria bereits zwei YB-Spieler. «Wir wurden vom Team aufgenommen, als wären wir schon seit Ewigkeiten dabei», sagt Mvogo. Der Torhüter ist zwar erst 21-jährig, im Vergleich zu Zakaria aber ein alter Hase.

Noch vor einem Jahr hatte der Mittelfeldspieler erst 6 Challenge-League-Partien auf dem Buckel. Nun zählt er schon zum Kreis der Schweizer Equipe. «Es ist sehr cool, dabei zu sein. Eine grosse Erfahrung für mich», sagt er auf der weitläufigen Terrasse des Teamhotels. Die Sonne strahlt. Zakaria auch.

Klarheit am Montag

Daneben steht Mvogo. Zusammen teilen sie sich ein Zimmer. Er sagt: «Es ist eine super, super Sache, hier zu sein.» Mit Augsburgs Torhüter Marwin Hitz konkurriert er um die Position des dritten Goalies hinter Yann Sommer und Roman Bürki. Für Hitz spricht die Vergangenheit mit einer überragenden Saison in der Bundesliga. Für Mvogo die Zukunft: Er hat das Potenzial, dereinst die Nummer 1 zu sein.

«Ich konzentriere mich aufs Training. Ich will dem Trainer zeigen, dass ich bereit bin», meint der YB-Goalie. Am Montag wird Vladimir Petkovic sein definitives 23-Mann-Kader für Frankreich bekannt geben. Und dann? «Es ist bereits ein Bonus, in Lugano mit dabei zu sein», meint Mvogo.

Der Montag, natürlich hat ihn auch Zakaria im Kopf. Seine Wucht, die langen Beine, seine Aggressivität, es sind Attribute, die kein anderer Schweizer Mittelfeldspieler vereint. Doch genügt das? «Ich hoffe es», sagt der erst 19-jährige Genfer. Mit Pet­kovic hat er zweimal kurz gesprochen. Aber sind das Indizien? Und wenn ja, was für welche? «Ich versuche, nicht allzu oft über die Selektion nachzudenken», meint Zakaria. Auch er findet, die Tage in Lugano beim Nationalteam seien vor allem ein Bonus.

Heute reisen die Schweizer nach Genf, wo morgen das Testspiel gegen Belgien (16.15 Uhr) stattfindet. Während für Mvogo kaum eine Einsatzchance besteht, könnte Zakaria zu seinem Debüt kommen. «Jeder Tag mit dem Nationalteam macht die Jungen reicher», sagte Petkovic kürzlich. Leer gehen Yvon Mvogo und Denis Zakaria also nicht aus.

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