Der Kleine wird ein Grosser

Yuya Kubo steht seit Mittwoch bei der KAA Gent unter Vertrag. Der ­23-jährige ­Japaner ist der teuerste Transfer in der Geschichte des belgischen Vereins.

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Dominic Wuillemin

Die Last wird Yuya Kubo künftig auf seinen schmächtigen Schultern tragen müssen: Er ist mit 3,5 Millionen Euro der teuerste Zugang in der Historie der KAA Gent, ein Hoffnungsträger, ausgestattet mit einem Vertrag bis Juni 2020. «Der Transfer ist hier eine grosse Sache», sagt Gert ­Gysen, der für die Zeitung «Het Nieuwsblad» den belgischen Meister von 2015 begleitet.

Bereits im Sommer hatte sich Gent um Kubo bemüht. Damals erteilten die Young Boys dem Begehren der Belgier eine Absage, Alexander Gerndt fiel verletzt aus, in der Champions-League-Qualifikation standen wichtige Partien an. Aus demselben Grund durfte Kubo auch nicht an die Olympischen Spiele nach Rio ­reisen. Mittlerweile ist er trotzdem Nationalspieler, der Wechsel kommt doch noch zustande. Der Kreis schliesst sich.

Bei den Young Boys wurde das einstige Missverständnis Yuya Kubo geschätzt, in 137 Partien für die Berner erzielte er 39 Tore, bereitete 15 vor. Der 23-Jährige war aber dennoch einer von vielen, im Fokus standen andere wie etwa sein Sturmpartner Guillaume Hoarau. Kubo konnte sich eine gewisse Inkonstanz leisten, ohne dass sogleich der Stab über ihn ­gebrochen wurde.

Auch deshalb ergibt der Transfer für Yuya Kubo Sinn. Mit der gestern vollzogenen Unterschrift unter den Vertrag verdient er künftig nicht nur mehr, er hat auf einen Streich einen neuen Status erlangt.

Berner Zeitung

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