Der Kampf um Bobadilla ist entschieden

«Wir haben das Geld für Raul Bobadilla», frohlockte Luzerns Präsident Walter Stierli im Trainingslager in Ägypten. Doch er hatte sich zu früh gefreut.

Gladbachs Stürmer Raul Bobadilla geht wohl zu YB.

Gladbachs Stürmer Raul Bobadilla geht wohl zu YB.

(Bild: Keystone)

Thomas Niggl@tagesanzeiger

Denn diese Ansage Stierlis war taktisch relativ unklug. Denn sie rief andere Klubs auf den Plan. Wie Young Boys auf ihrer Website informieren, wechselt der Torjäger aus Gladbach nach Bern. Offenbar ist YB bereit, für den Argentinier eine Ablösesumme von 2,5 Millionen Franken zu bezahlen, wie Bernerzeitung.ch/Newsnetz aus gut unterrichteter Quelle weiss. Dazu kommt das Jahressalär für Bobadilla von rund einer Million Franken. Er soll bei YB mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet werden. Der Deal hat also ein Gesamtvolumen von sechs Millionen Franken. Bei diesem Angebot von YB konnte Luzern nicht mehr mithalten.

Die Gründe, weshalb YB auf die Ansage Stierlis reagiert hat, liegen auf der Hand. Nach der Verpflichtung von Startrainer Christian Gross waren die Erwartungen im Berner Umfeld enorm. Doch YB enttäuschte in der Vorrunde schwer, konnte dem Erfolgsdruck nicht standhalten, schied aus dem Cup aus und verabschiedete sich schliesslich mit vier Punkten Rückstand auf den FC Luzern und sogar mit elf Zählern auf Leader Basel in die Winterpause. Die Berner Verantwortlichen wollten wohl mit allen Mitteln verhindern, dass sich Luzern mit Bobadilla verstärkt. Deshalb gingen sie im Fall des Gladbacher Torjägers jetzt über die finanzielle Schmerzgrenze hinaus.

«Da können wir einfach nicht mithalten»

«Wir haben für Bobadilla für unsere Verhältnisse das höchstmögliche Angebot gemacht», sagte Luzerns Präsident Walter Stierli gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnetz am Handy. Doch ein anderer Verein habe dem Spieler ein Lohnangebot gemacht, das sage und schreibe um 100 Prozent höher sei. «Nach meinen Informationen handelt es sich dabei um YB», sagte Stierli. Bei diesem Angebot habe man einfach nicht mithalten können. «Solche Zahlen könnte ich vor dem Verwaltungsrat niemals verantworten. Wir müssen vernünftig bleiben.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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