«Das war ein harter Test»

YB-Goalie David von Ballmoos reagiert gelassen auf seine ersten Gegentreffer in dieser Saison. Das 3:2 in Luzern sei Beleg der mentalen Stärke, sagt er.

Der YB-Goalie klärt mit dem Fuss: David von Ballmoos erledigte die Arbeit beim 3:2 in Luzern tadellos.

Der YB-Goalie klärt mit dem Fuss: David von Ballmoos erledigte die Arbeit beim 3:2 in Luzern tadellos.

(Bild: Martin Meienberger (Freshfocus))

Nach 337 Minuten ohne Gegentor wurden Sie erstmals bezwungen. Wie fühlt es sich an?David von Ballmoos:Die weisse Weste zu tragen, war eine schöne Nebenerscheinung. Wichtiger ist, dass wir auch heute die drei Punkte geholt haben.

(Schürpf versenkt den Penalty und bezwingt den bisher ungeschlagenen Goalie David von Ballmoos.)

Klingt so, als hätten Ihnen Ihre makellose Bilanz und ein allfälliger Vereinsrekord nicht allzu viel bedeutet.Es ist nicht so, dass ich während der Partie stets die Minuten ­meiner Ungeschlagenheit ausgerechnet hätte. Klar wäre ich gerne unbezwungen geblieben. Aber es war wohl jedem klar, dass ich früher oder später einen Gegentreffer erhalten werde.

Nach drei souveränen Erfolgen tat sich YB in Luzern phasen­weise schwer, musste um den Erfolg zittern.Das sind genau jene Spiele, die den Charakter unserer Mannschaft belegen. Es war ein harter Test, unser Captain Steve von Bergen musste in der Schlussphase ausgewechselt werden, zudem spielten wir kurz danach auch ohne Guillaume Hoarau, den zweiten Leitwolf. Und trotzdem brachten wir den Sieg über die Runden. Das gibt viel Zuversicht.

Für Ihren Trainer Gerardo ­Seoane war es eine spezielle Partie, nach elf Jahren beim FCL gastierte er erstmals in Luzern. Wie erlebten Sie ihn?Er kennt die Luzerner Spieler natürlich bestens und konnte uns wertvolle Tipps geben. Er hat seine Arbeit wie immer gemacht, wir waren perfekt auf den Gegner eingestellt. Umso schöner, konnten wir dem Trainer den Sieg schenken.

Die Luzerner unterlagen am Donnerstag bei Olympiakos ­Piräus 0:4. Haben sie drei Tage später mit einer solchen Gegenwehr gerechnet?Wir machten uns das Leben selber schwer. Gerade wegen des happigen Luzerner Programms hätten wir den Ball besser laufen lassen müssen, den Gegner müde spielen sollen. Das haben wir verpasst, so mussten wir zittern.

Nächsten Samstag gastiert YB im Cup beim FC Biel. Werden Sie im Tor stehen, oder erhält Marco Wölfli eine Einsatzchane?Es wurde noch kein Entscheid ­gefällt. Aber natürlich möchte ich jede Partie bestreiten, darauf bereite ich mich vor.

Nach langer Verletzungspause hat sich Ihr Comeback mit vier Siegen gut angelassen. ­Erleichtert?Die Zeit davor war kräfteraubend, vor allem mental. Jetzt habe ich den Rhythmus gefunden, wir gewinnen, alles bestens also.

Was geben Sie sich für eine ­Note?(lacht) Für das sind Sie zuständig! Aber zwei Gegentore zu erhalten, ist suboptimal. Zudem sollte ich mal einen Penalty halten (schmunzelt). Spass beiseite: Ich bin zufrieden.

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