Bouziane sorgt für späten Lohn

Thun ist in Wohlen zum ersten Sieg in diesem Jahr gekommen. Der Aufwand für den 1:0-Erfolg war gross. Die Thuner dominierten, doch sie vergaben viele Chancen. Sid-Ahmed Bouziane erlöste die Oberländer in der 86.Minute.

Thuns Torschütze Sid-Ahmed Bouziane (links) bejubelt gemeinsam mit Muhamed Demiri seinen Treffer.

Alexander Wagner

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Ein letzter Eckball der Wohlener, dann war die Schlussphase überstanden und der 1:0-Sieg für Thun gesichert. Erleichtert bedankten sich die Thuner bei den mitgereisten Fans, dann verabschiedeten sie sich in die Kabine. Dort, an der Wärme sagte Trainer Murat Yakin: «Wir wissen, was wir an ihm haben», und blickte dabei auf Sid-Ahmed Bouziane. Yakin hatte den Mittelfeldspieler nach gut einer Stunde eingewechselt, vier Minuten vor Spielende war Bouziane zur Stelle und erzielte den Siegtreffer. In seinem zweiten Einsatz für Thun traf er damit bereits zum zweiten Mal. Sein Teamkollege, Verteidiger Timm Klose, sagte: «Ich habe immer daran geglaubt, dass wir das Tor schiessen. Alles andere wäre bei unserer Überlegenheit eine Enttäuschung gewesen.» Nach dem Sieg gestern steht Thun wieder auf Rang zwei der Challenge League.

Thun früh im Spiel

Die Oberländer wurden in Wohlen lange schlecht für ihr grosses Engagement belohnt. Im Vergleich zum 1:3 am Sonntag gegen Wil hatte Yakin das Team auf drei Positionen umgestellt. Auf der linken Seite verteidigte statt Loan Boumalaha Thomas Reinmann. Im Mittelfeld stand Stjepan Kukuruzovic an Stelle Bouzianes in der Startformation. Und Milaim Rama kam im Sturm an Stelle Dudus zum Einsatz. «Die Umstellungen waren so abgemacht», sagte Yakin. «Einerseits wird die Belastung in den nächsten Wochen hoch sein. Andererseits wollte ich für etwas frischen Wind sorgen.»

Die Veränderungen zeigten den gewünschten Effekt: Thun fand sofort ins Spiel und setzte Wohlen unter Druck. Schon nach vier Minuten kam Stefan Glarner beinahe zu einem Treffer. Sein Schuss wurde aber leicht von Wohlen-Verteidiger Oliver Maric abgefälscht und verfehlte das Tor um wenige Zentimeter. In der Folge sah Rama seine Schussversuche zwei Mal von Wohlens Keeper Reto Felder pariert, und Oscar Scarione schlug in aussichtsreicher Position über den Ball.

Unter den Augen von YB-Spieler Scott Sutter, der in der Nähe wohnt, machten sich die Wohlener erst kurz nach der Pause offensiv bemerkbar – dafür mit einem Paukenschlag: Stürmer Nikolas Marjanovic überwand mit seinem Schuss Thun-Keeper Sascha Stulz, doch der Ball prallte an die Torlatte. Die Aargauer waren vor dem Spiel voller Selbstvertrauen gewesen. Nach einer verkorksten Vorrunde hatten sie am Wochenende gegen Kriens eine gute Leistung gezeigt und 2:1 gesiegt. Gestern war von der scheinbar gewonnenen Sicherheit nichts zu sehen. Vor allem in der Defensive wirkte Thuns Gegner fahrig. Auch Rafael Schweizer, in der Winterpause vom Stadtberner Erstligisten Breitenrain verpflichtet, zeigte keine gute Leistung.

George Weah in Wohlen

Ebenfalls nicht zu überzeugen vermochte bei den Wohlenern Jean-Michel Tchouga. Der Stürmer, der in Luzern keinen Vertrag mehr erhalten hatte, war auch in Thun ein Thema gewesen. Gestern kam er während des ganzen Spiels zu keiner Torchance.

Tchouga ist nicht der einzige prominente Name im Kader Wohlens: In der 73.Minute kam George Weah Jr. erstmals für seinen neuen Klub zum Einsatz. Der 22-Jährige ist der Sohn des ehemaligen Weltfussballers George Weah, der unter anderem für die AC Milan und Paris St-Germain spielte. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.02.2010, 07:49 Uhr

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