Bobadilla verlässt den FC Basel

Jetzt ist es klar: Die Raser-Affäre hat Raul Bobadillas Gastspiel beim FCB ein abruptes Ende gesetzt. Der Argentinier wechselt per sofort zum FC Augsburg.

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Der Abgang von Raul Bobadilla beim FC Basel ist perfekt. Wie der FCB am Donnerstagmorgen bestätigte, wechselt der argentinische Stürmer per sofort zum FC Augsburg in die erste deutsche Bundesliga. Gestern Mittwoch habe der 26-Jährige die medizinischen Tests absolviert und anschliessend einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben. Auf dem deutschen Onlineportal kicker.de wird FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter wie folgt zitiert: «Wir freuen uns, dass er sich trotz anderer lukrativer Angebote für den FC Augsburg entschieden hat. In unseren Gesprächen hat er deutlich gemacht, dass er unbedingt zum FCA wechseln möchte, um die Chance der Rückkehr in die Bundesliga zu ergreifen.»

Der Wechsel hatte sich in den letzten Tagen abgezeichnet. Nachdem die BaZ die Kontakte zu Augsburg bereits am Mittwoch publik gemacht hatte, bestätigte Murat Yakin am Nachmittag gegenüber der Tageswoche, das Kapitel Bobadilla sei für ihn beendet. Kicker.de meldete den Transfer am Donnerstagmorgen als vollzogen. Yakin habe es nicht geschafft, den «hochveranlagten, aber nicht ganz austrainierten Stürmer zu disziplinieren». Damit schaffe der FCB Platz für die Rückkehr von Eren Derdiyok oder Mladen Petric, schrieb kicker.de weiter.

Teures Missverständnis

Über die Ablösesumme wurde zwischen den beiden Clubs Stillschweigen bewahrt. Es ist aber anzunehmen, dass der Schweizer Meister einen grossen Teil der 3,5 Millionen Franken, die für Bobadilla an die Young Boys bezahlt wurden, abschreiben muss. Damit endet ein grosses und teures Missverständnis. Im Januar als Wunschspieler von Yakin verpflichtet, konnte der Stürmer den hohen Erwartungen nie gerecht werden und wirkte auch in der neuen Saison immer noch wie ein Fremdkörper im Team. Der negative Höhepunkt ereignete sich aber abseits des Spielfelds. Vor vier Wochen raste Bobadilla in seinem Wohnort Seewen SO mit 111 km/h innerorts in eine Radarkontrolle. Das Strafmass steht noch aus.

Offen ist ebenfalls, wie die Lücke, die Bobadilla trotz allem hinterlässt, geschlossen wird. Stand jetzt steht beim FCB mit Marco Streller genau noch ein gelernter Stürmer im Kader. Die oft kolportierten Derdiyok und Petric erfüllen nicht Yakins Anforderungen, die Zeit drängt. Das internationale Transferfenster ist nur noch bis am 31. August geöffnet.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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