Basels Raul Bobadilla mit 111 km/h innerorts erwischt

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Der argentinische Torjäger des FC Basel sorgt neben dem Platz für Schlagzeilen. Die Polizei zog ihn wegen Raserei aus dem Verkehr. Die Strafe dürfte heftig ausfallen.

Basels Torjäger Raul Bobadilla muss mit drastischen Strafen rechnen.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

Basels Torjäger Raul Bobadilla muss mit drastischen Strafen rechnen.

(Bild: Keystone)

Thomas Niggl@tagesanzeiger

Laut «Blick» passierte es am Mittwochnachmittag nach 16 Uhr im 1000-Seelen-Dörfchen Seewen SO. Raul Bobadilla, der seit kurzem in Seewen wohnt, war auf dem Weg zum Testspiel gegen Mainz. Dabei wurde er in einer 50er-Zone mit 111 km/h geblitzt und anschliessend von einer alarmierten Polizeipatrouille gestoppt. «Der Führerausweis wurde dem 26-jährigen Argentinier abgenommen. Er wird entsprechend zur Anzeige gebracht», schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung. Bobadilla musste sein Fahrzeug an Ort und Stelle stehen lassen.

Diese Raserei dürfte Raul Bobadilla teuer zu stehen kommen. Schon bei seinem Gastspiel in Mönchengladbach wurde er mit 1,1 Promille im Blut am Steuer erwischt. Die Schweiz hat die Gesetze für Temporaser seit dem 1. Januar 2013 drastisch verschärft. Wer innerorts wie Bobadilla mit mehr als 50 km/h zu viel erwischt wird, erfüllt den Tatbestand des ­Rasens. Das bedeutet: Bobadilla drohen im schlimmsten Fall zwischen einem und vier Jahren Gefängnis. Laut Gesetz ist er durch die vorsätzliche Verletzung der Regeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten und sogar Todesopfern eingegangen. Der Fahrausweis wird ihm mindestens für zwei Jahre entzogen. Der Argentinier muss auch mit einer saftigen Busse rechnen. Zudem könnte sein Maserati angesichts dieses krassen Verstosses eingezogen werden. Das heisst, der Sportwagen wird verkauft, und mit dem Erlös werden teilweise die Ververfahrenskosten gedeckt.

Der FCB verurteilt das Verhalten aufs Schärfste

Auch intern dürfte Bobadilla beim FC Basel wegen vereinsschädigenden Verhaltens zur Kasse gebeten werden. Der Club sagt auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnetz: «Der Verein verurteilt das Verhalten seines Spielers aufs Schärfste. Wir verlangen von unseren Angestellten und Aushängeschildern auch ausserhalb des Spielfelds ein Benehmen, das Dritte nicht gefährdet und das Image des Clubs nicht beschädigt.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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