«Aus dem Nichts ist er durchgedreht»

YB-Sportchef Fredy Bickel spricht nach dem 0:5-Debakel gegen GC über die Mannschaft, Trainer Uli Forte und verkündet die harten Sanktionen gegen Rotsünder Gonzalo Zarate.

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Thomas Niggl@tagesanzeiger

Fredy Bickel, auf die 0:4-Niederlage in Bern folgte gegen GC jetzt auch in Zürich eine Abfuhr. Hat Ihr Team einen GC-Komplex?
Das würde ich so nicht sagen. Wir machen uns das Leben einfach immer wieder selber schwer, schlagen uns jeweils selbst. Das zieht sich wie ein roter Faden schon durch die ganze Saison. Wir sind so etwas von instabil, das geht schon gar nicht.

Sind Sie nach wie vor der Überzeugung, dass Trainer Uli Forte seine Mannschaft überhaupt noch im Griff hat?
Ja, absolut. Er hat die Mannschaft hervorragend auf das Spiel gegen die Grasshoppers vorbereitet und eingestellt. Ich glaubte auch an unsere Chance, als wir nach Zürich reisten. Und dann ist leider alles wieder ganz anders gekommen.

Wo lag das Problem?
Wir sind schon in der 4. Minute in Rückstand geraten. In dieser Szene standen wir nicht gut und waren schlicht und einfach nicht parat. Dann hatte ich trotz dieses miserablen Starts doch irgendwie das Gefühl, die Mannschaft würde sich fangen. Gajic hatte eine gute Chance, die er zum Ausgleich hätte verwerten müssen.

Und dann kam in der 34. Minute beim Stand von 1:0 für GC diese fatale Szene mit Stürmer Gonzalo Zarate, der sich zu einer Tätlichkeit an Shkelzen Gashi hatte hinreissen lassen. Was ist nur in den Argentinier gefahren?
Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Er ist buchstäblich aus dem Nichts völlig durchgedreht. Der Schiedsrichter hat ihn zu Recht des Feldes verwiesen. Was er gemacht hat, ist absolut nicht akzeptabel. Er hat sich selbst und der Mannschaft schwer geschadet.

Mit welchen Konsequenzen muss er rechnen?
Ich stand heute Morgen um 10 Uhr vor die Mannschaft und habe ihr mitgeteilt, dass Zarate hart bestraft wird.

Wie hart?
Er erhält eine hohe, vierstellige Busse und wird bis auf weiteres in den Nachwuchs verbannt. Dort soll er eine Denkpause erhalten.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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