Akanji siegt bei Startelf-Premiere

Manuel Akanji feiert mit Dortmund ein erfolgreiches Startelf-Debüt in der Bundesliga. Die Bayern gewinnen auch ohne ihren Trainer.

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Beim ersten Bundesliga-Einsatz von Manuel Akanji von Beginn weg setzte Borussia Dortmund seine positive Serie unter Trainer Peter Stöger fort. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV ist der BVB unter dem Österreicher in der 1. Bundesliga weiter ungeschlagen.

Die Zahlen stimmen: Seit sieben Bundesliga-Spielen ist Peter Stöger Trainer bei Borussia Dortmund. Dabei gewann der BVB vier Mal. Sein Vorgänger Peter Bosz dagegen war vor seiner Entlassung mehr als zwei Monate lang ohne Sieg geblieben. Nach dem 2:0 gegen den Hamburger SV ist Dortmund erstmals seit der Winterpause auf dem 3. Platz klassiert.

Noch viel Luft nach oben

Noch nicht zufrieden sein kann Stöger mit der spielerischen Leistung – trotz des Comebacks von Marco Reus. Gegen den HSV hatten die Dortmunder durchaus auch schwierige Momente zu überstehen. Der akut vom Abstieg bedrohte Gast war nicht das schlechtere Team. Das beruhigende 2:0 durch Mario Götze fiel erst in der Nachspielzeit.

Das wegweisende 1:0 hatte der Belgier Michy Batshuayi erzielt, der erst Ende Januar von Chelsea geholt worden war. Der Stürmer war schon eine Woche zuvor beim 3:2 in Köln mit zwei Toren zum Matchwinner avanciert. Nach der Führung liess Dortmund den Gegner allerdings zu sehr aufkommen, und Manuel Akanji und seine Nebenleute mussten dem HSV einige Chancen zugestehen.

Schnelles Auf und Ab

Dass Dortmund trotz der tiefen Krise im Spätherbst nun wieder unter den ersten drei klassiert ist, hängt mit dem Auf und Ab der Konkurrenz im Kampf um die Champions-League-Plätze zusammen. Von den Mannschaften auf den Rängen 2 bis 6 hat in den letzten drei Runden keine das Punktemaximum geholt.

Bayer Leverkusen zum Beispiel galt noch vor zwei Wochen als das Team der Stunde – und hat nun in den letzten zwei Spielen nur noch einen Punkt geholt. Nach dem 0:0 in Freiburg setzte es eine 0:2-Heimniederlage gegen Hertha Berlin ab. Die Berliner hatten in der Rückrunde zuvor noch kein Spiel gewonnen.

Bayern ohne erkrankten Heynckes

Ähnlich wie Bayer Leverkusen geht es Schalke. Das 1:2 bei Leader Bayern München, bei dem Trainer Jupp Heynckes krank zu Hause vor dem TV sass, war schon die dritte Niederlage seit der Winterpause, was den Absturz von Platz 2 in den 6. Rang zur Folge hat. Breel Embolo stand bei Schalke erst zum dritten Mal in dieser Saison in der Startformation und spielte erstmals seit seiner Verletzung im Oktober 2016 durch. Der Schweizer Stürmer spielte gut und hatte 20 Minuten vor dem Ende sogar den Ausgleich auf dem Fuss.

Bundesliga, 22. Runde, Samstag:
Borussia Dortmund - Hamburger SV 2:0 (0:0)
81'360 Zuschauer. - Tore: 49. Batshuayi 1:0. 92. Götze 2:0. - Bemerkung: Dortmund mit Bürki und Akanji, Hamburger SV ohne Janjicic (Ersatz).

Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln 4:2 (1:0)
47'700 Zuschauer. - Tore: 15. Rebic 1:0. 57. Terodde 1:1. 59. Russ 2:1. 65. Falette 3:1. 67. Wolf 4:1. 74. Terodde 4:2. - Bemerkung: Frankfurt mit Fernandes (ab 71.).

Hannover - Freiburg 2:1 (1:0)
37'800 Zuschauer. - Tore: 28. Anton 1:0. 54. Klaus 2:0. 88. Gulde 2:1. - Bemerkung: Hannover ohne Schwegler (verletzt), Freiburg ohne Sierro (nicht im Aufgebot).

Bayer Leverkusen - Hertha Berlin 0:2 (0:1)
25'601 Zuschauer. - Tore: 43. Lazaro 0:1. 57. Kalou 0:2. - Bemerkung: Hertha Berlin mit Lustenberger.

Hoffenheim - Mainz 4:2 (1:1)
24'105 Zuschauer. - Tore: 27. Szalai 1:0. 28. Berggreen 1:1. 67. Kramaric 2:1. 74. Szalai 3:1. 80. Berggreen 3:2. 88. Kramaric 4:2. - Bemerkung: Hoffenheim ohne Zuber (Ersatz).

Bayern München - Schalke 2:1 (2:1)
75'000 Zuschauer. - Tore: 6. Lewandowski 1:0. 30. Di Santo 1:1. 36. Müller 2:1. - Bemerkung: Schalke mit Embolo.

Rangliste:
1. Bayern München 22/56 (53:17). 2. RB Leipzig 22/38 (35:29). 3. Borussia Dortmund 22/37 (47:29). 4. Eintracht Frankfurt 22/36 (30:25). 5. Bayer Leverkusen 22/35 (41:29). 6. Schalke 04 22/34 (34:29). 7. Borussia Mönchengladbach 21/31 (30:33). 8. Augsburg 22/31 (32:28). 9. Hoffenheim 22/31 (36:35). 10. Hannover 96 22/31 (31:32). 11. Hertha Berlin 22/30 (30:28). 12. SC Freiburg 22/25 (23:37). 13. Wolfsburg 21/24 (24:25). 14. VfB Stuttgart 21/21 (17:27). 15. Werder Bremen 21/20 (18:26). 16. Mainz 05 22/20 (26:41). 17. Hamburger SV 22/17 (17:32). 18. 1. FC Köln 22/13 (19:41).
(fal/sda)

Erstellt: 10.02.2018, 20:59 Uhr

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