Adiós Bobadilla!

Nun ist es definitiv: Der Stürmer Raul Bobadilla schliesst sich per sofort dem FC Basel an. YB-Sportchef Fredy Bickel wollte dem Argentinier andere Clubs schmackhaft machen.

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Das Ringen um den Argentinier Raul Bobadilla hat ein Ende. Der Argentinier wechselt per sofort von den Berner Young Boys zum FC Basel. YB betont in der Mitteilung vom Donnerstag, dass es Bobadillas ausdrücklicher Wunsch gewesen sei, seine Karriere ausschliesslich in Basel fortzusetzen – Verhandlungen mit interessierten ausländischen Vereinen seien vom Spieler kategorisch abgelehnt worden.

Der 25-jährige Bobadilla hat beim Schweizer Meister einen Vertrag bis 30. Juni 2017 unterschrieben. Die Transfersumme wurde nicht bekanntgegeben. Der Betrag dürfte aber in der Mitte zwischen den ursprünglich von den Bernern geforderten 5 Millionen und den von den Baslern gebotenen 2,5 Millionen Franken liegen. Die Klubs haben darüber Stillschweigen vereinbart.

Bickel: «Ich wollte ihm andere Klubs schmackhaft machen»

Nach sorgfältigem Abwägen aller Fakten seien die Berner Klubverantwortlichen zum Schluss gekommen, Raul Bobadilla trotz weiterlaufendem Vertrag gegen eine Ablösesumme, die den besonderen Umständen gerecht werde, ziehen zu lassen.

«Es gibt gewisse Rechte die auch ein Spieler hat und das ist eigentlich auch gut so», erklärte YB-Sportchef Fredy Bickel am Donnerstagabend gegenüber dem klubeigenen «Stade TV». Wenn sich ein Spieler sich gegen jedes andere Angebot stelle, könn man schlussendlich nicht viel machen. «Ich wollte ihm andere Klubs schmackhaft machen, aber sein Nein kam immer innert Sekundenbruchteilen», so der neue Sportchef.

Basel-Präsident zufrieden

FCB-Präsident Bernhard Heusler zeigte sich am Donnerstagabend sehr zufrieden mit der Verpflichtung: «Natürlich war es für uns und diesen Transfer eine grosse Hilfe, dass sich Raul Bobadilla schon früh deutlich für den FCB aussprach. Da wussten wir, dass es sich lohnt, sich mit aller Kraft um ihn zu bemühen.»

Angesprochen auf das oft schwierige Temperament des Argentiniers, schob der Präsident die Verantwortung dem Trainer zu: «Wir wissen, dass Raul heissblütig ist. Aber er ist kein unsauberer Spieler. Es wird die Aufgabe unseres Trainers und auch von uns allen sein, Bobadillas Temperament zu kanalisieren. Wir sind überzeugt, dass er uns weiterbringen wird.»

Yakin selbst glaubt bereits zu wissen, wie er die schwierige Aufgabe lösen wird: «Ich kenne Raul, weiss, wie er ist. Mit ihm muss man viel reden, ihm Vertrauen und Respekt gegenüberbringen.» Es sei grossartig, mit einem solchen Transfer den Jahresanfang zu feiern, so Yakin weiter.

Erster Einsatz gegen YB?

Bobadilla hatte die letzten drei YB-Spiele im 2012 wegen grober Schiedsrichterbeleidigung und einer Tätlichkeit an einem Gegenspieler verpasst. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League teilte am Donnerstag mit, Bobadilla werde für weitere vier Spiele gesperrt. Diese Sperren muss der Argentinier bei Basel absitzen, womit es sich abzeichnet, dass er beim FCB erstmals am 10. März, beim Spiel Basel - YB, eingesetzt werden dürfte.

YB sei daran, so rasch wie möglich eine Nachfolgelösung für Raul Bobadilla zu präsentieren.

Affolter zurück, Jemal weg

Beim Trainingsstart von Freitag auf dem Sportplatz Bodenweid in Bümpliz wird mit François Affolter ein bekanntes Gesicht dabei sein. Der 21-jährige Abwehrspieler kehrt nach einem einjährigen leihweisen Abstecher zum Bundesligisten Werder Bremen nach Bern zurück.

YB hat zudem den Vertrag mit Ammar Jemal aufgelöst. Der 25-jährige Verteidiger war zuletzt an Ajaccio ausgeliehen gewesen. Nun hat der tunesische Klub Africain Ammar Jemal definitiv übernommen. Über die Höhe der Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart.

tag, cls

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