Buemi hofft in Bern auf 1. Saisonsieg

Die fünfte Formel-E-Saison verläuft ausgeglichen und spannend wie noch nie. Jean-Eric Vergne ist Leader.

Der Formel-E-Fahrer Sébastien Buemi will am Samstag in Bern gewinnen.

Der Formel-E-Fahrer Sébastien Buemi will am Samstag in Bern gewinnen.

(Bild: Adrian Moser)

Peter Berger@PeterBerger67

Acht verschiedene Sieger aus acht verschiedenen Ländern in den ersten acht Rennen – die Formel E bietet Abwechslung. Nur der Franzose Jean-Eric Vergne und beim letzten E-Prix vor einem Monat in Berlin der Brasilianer Lucas Di Grassi vermochten zweimal zu reüssieren. Nach 10 von 13 Rennen führt Vergne das Klassement an, obwohl sogar er viermal ohne Punkte geblieben war.

Der Titelverteidiger liegt sechs Zähler Vorsprung vor Di Grassi, dem Weltmeister der vorletzten Saison. Mindestens fünf Fahrer dürfen sich noch Hoffnungen auf die WM-Krone machen. Nach Bern bildet am 12. und 13. Juli das Doppelrennen in New York den Schlusspunkt der Saison.

Ohne Titelchance ist in dieser Meisterschaft Sébastien Buemi. Der Waadtländer war 2016 Weltmeister geworden, damals noch für das Team Renault e.dams. Seit dieser Saison sitzt Buemi im Nissan e.dams. «Nissan ist neu in der Formel E. Und ein Anfang ist nie einfach. Startschwierigkeiten waren deshalb vorprogrammiert», war sich der Schweizer der Umstellung bewusst. Ihn lässt jedoch der 2. Rang von Berlin hoffen.

Massa am Start

In der fünften Saison müssen erstmals die Autos bei Rennhälfte nicht mehr gewechselt werden, weil die Batteriekapazität jetzt für das 45-minütige Rennen ausreicht. Und erstmals weist das illustre Feld mit Felipe Massa auch einen ehemaligen Formel-1-GP-Sieger auf.

Der Brasilianer feierte in der Formel 1 elf Siege, in der Formel E kam er bisher jedoch nicht richtig in Fahrt, liegt in der WM-Wertung noch hinter Venturi-Teamkollege Edoardo Mortara. Der 32-jährige Genfer hatte völlig überraschend in Hongkong gewonnen und damit dem monegassischen Team, das schon seit Beginn dabei ist, den ersten Triumph beschert.

8 Fahrer mit F-1-Erfahrung

Massa ist indes nicht der einzige Fahrer mit einer Vergangenheit in der Königsklasse. 8 der aktuellen 22 Fahrer aus den 11 Teams absolvierten bereits in der Formel 1 ihre Runden: Neben Massa auch Vergne, Di Grassi, Buemi, André Lotterer (GER), Pascal Wehrlein (GER), Jérôme d’Ambrosio (BEL) und Stoffel Vandoorne (BEL). Auch deshalb ist der Favoritenkreis für das morgige Rennen in Bern gross.

Berner Zeitung

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