Zum Hauptinhalt springen

"Ferdy National" ist der älteste noch lebende Tour-de-France-Sieger

Heute Freitag feiert Ferdy Kübler bei guter Gesundheit seinen 90. Geburtstag.

Der in Birmensdorf bei Zürich wohnende frühere Radprofi ist seit einigen Jahren fanatischer Golfspieler und verfolgt das Geschehen im Radsport nur noch am Rande.

Die Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts zählten zu den spannendsten und erfolgreichsten Epochen im Schweizer Profiradsport. Wie in Italien Fausto Coppi und Gino Bartali oder in Frankreich Jacques Anquetil und Raymond Poulidor, so gab es in der Schweiz Ferdy Kübler und Hugo Koblet. Sie spalteten die Fans in zwei Lager, und wenn der eine einen Triumph erzielte, so zögerte der andere nicht lange, um mit einem Prestigesieg gleichzuziehen. Koblet war der "Pédaleur de charme", Kübler der "fou pédalant". Ebenso oft wie er siegte, stand Kübler weinend am Strassenrand, weil er einen Plattfuss nicht beheben konnte oder weil er mit seinen Kräften zu wenig haushälterisch umgegangen war.

Ferdy Kübler wuchs als Bauernsohn in ärmlichen Verhältnisse in Marthalen im Zürcher Weinland auf und verdiente sich sein erstes Geld als Ausläufer einer Bäckerei am Zürichsee und eines Bijoutiers in Zürich. Seine Karriere als Radprofi nahm er 1940 auf. Zwei Jahre nach seinem Profi-Debüt gewann Kübler mit der Tour de Suisse sein erstes bedeutendes Rennen.

Küblers grösster Erfolg war 1950 im Alter von 31 Jahren der Gesamtsieg bei der Tour de France. Ein Jahr später wurde der Radprofi mit der markanten Nase in Varese Strassenweltmeister. Diesen Titelgewinn hatte er mit unzähligen Trainingsfahrten über den Klausen-Pass vorbereitet.

"Ferdy National" beendete seine Profikarriere 1957. Danach war er im Sportmarketing tätig und zog aus seiner grossen Popularität einigen Nutzen. Der älteste noch lebende Tour-de-France-Sieger wurde in den Achtzigerjahren zum populärsten Schweizer Sportler der letzten 50 Jahre gewählt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch