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FCZ - aus der Liga-Krise ins Millionengeschäft Europacup

Der FCZ steckt mitten in einer Krise und spielt gleichzeitig um den Vorstoss ins Playoff der Champions League. Gegen Lüttich muss Zürich die Sorgen des Liga-Alltags abstreifen.

Gegen Standard Lüttich steht für den FC Zürich extrem viel auf dem Spiel: die Millionen-Prämie der UEFA, die sichere Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League, aber wohl in erster Linie das Image der Equipe selber. Es ist derzeit endgültig nichts mehr eine Frage der richtigen Taktik, sondern eine des Charakters oder der eigenen Ehre. An sich ist das 1:1 aus dem Hinspiel in Belgien ja ein nahezu optimales Resultat. Nur stellt sich angesichts der akuten sportlichen Not der Zürcher die Frage, wie die Ausgangslage tatsächlich einzustufen ist. Die teure Mannschaft hat im Championat zuletzt dermassen die Orientierung verloren, dass eine verlässliche Prognose kaum mehr möglich ist.

Zyniker könnten behaupten, der FCZ habe seit dem Start zur neuen Saison mehr Krisensitzungen abgehalten als Punkte gewonnen. Trainer Urs Fischer dementierte zwar umgehend und betonte, dass er zusammen mit den Spielern lediglich längere Analysen durchgeführt habe. Das Wort "Krise" löst bei ihm eine forsche Abwehrreaktion aus. Der Coach stemmt sich aus nachvollziehbaren Gründen gegen eine Dramatisierung der Situation. Im Gegensatz zu seinen Vorgesetzten Ancillo Canepa und Fredy Bickel ortet er die Gründe der ungemütlichen Situation nicht zu 100 Prozent beim Team: "Ich selber habe auch etwas falsch gemacht, wenn sich die Mannschaft so präsentiert."

Der FCZ tritt im Rückspiel gegen Standard Lüttich mit zahlreichen Sorgen, aber ohne Xavier Margairaz an. Der Romand kehrt frühstens im Derby gegen GC am nächsten Sonntag zurück. Aber der Ausfall des Spielmachers ist das geringste Problem von Coach Urs Fischer. Frei von Sorgen ist auch der Kontrahent aus Belgien nicht. Lüttich startete mit einem 1:1 gegen Aufsteiger Mons nicht wunschgemäss zur Meisterschaft. Das Thema bei Standard ist die fehlende Effizienz. In den letzten vier Partien hat José Rigas Equipe nur vier Treffer geschossen, aber wie vor einer Woche gegen den FCZ diverse hochprozentige Chancen vergeben.

FC Zürich - Standard Lüttich

Letzigrund. - SR Valeri (It). - 20.15 Uhr.

Mögliche Formationen.

Zürich: Leoni; Philippe Koch, Béda, Teixeira, Rodriguez; Nikci, Kukuruzovic, Aegerter, Djuric; Mehmedi; Alphonse.

Lüttich: Bolat; Opare, Kanu, Felipe, Pocognoli; Camara, Buyens; Nong, Leye, Van Damme; Tchité.

Bemerkungen: FCZ ohne Margairaz, Zouaghi, Chikhaoui (alle verletzt), Lüttich ohne Defour, Mangala (beide nicht im Aufgebot/vor Transfer).

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